Talkshow

Günther Jauch schließt seinen ARD-Talk schon früher

Ende November ist Sendeschluss für Günther Jauch im Ersten. Eigentlich war mit einem späteren Ausstieg des Talkmasters gerechnet worden.

Auf dem Absprung bei der ARD: Polittalker Günther Jauch

Auf dem Absprung bei der ARD: Polittalker Günther Jauch

Foto: imago stock&people / imago/Stefan Zeitz

Berlin.  Zum Ende hin scheint alles ganz schnell gehen zu müssen: Günther Jauch (59) wird seine ARD-Karriere am 29. November beenden. Dann läuft sein letzter Polittalk im Ersten. Ein Sprecher der Programmdirektion bestätigte einen entsprechenden Medienbericht.

Die Meldung kommt überraschend - eigentlich war damit gerechnet worden, dass Jauch bis zum Jahresende in seiner sonntäglichen Runde aktuelle Themen besprechen würde. Zuletzt war aufgefallen, dass Jauch mit seiner Sendung bereits recht spät, nämlich am 27. September, aus der Sommerpause auf den Bildschirm zurückgekehrt war.

Merkel ging lieber zu Anne Will

In den vergangenen Sendungen hatte Jauch auch negative Kritiken bekommen. Der Moderator machte bisweilen einen wenig engagierten Eindruck vor der Kamera. Als in der vergangenen Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise die mediale Offensive suchte, ging sie nicht auf den prominenteren Sendeplatz bei Jauch nach dem Sonntagabend-“Tatort“, sondern zu Anne Will, die am weniger quotenträchtigen Mittwochabend sendet. Jauch konnte einige Tage später nur noch nachkarten - er soll darüber nicht eben begeistert gewesen sein, heißt es in ARD-Kreisen. Zumal auch er sich angeblich um das Gespräch mit der Kanzlerin bemüht haben soll. Dies ist umso pikanter, als Anne Will im Januar Jauch am Sonntagabend ersetzen wird. Die 49-Jährige war Jauchs Vorgängerin auf dem Sendeplatz.

Jauch hatte seinen Einstand bei der ARD im September 2011 gegeben. Künftig wird er sich auf den Privatsender RTL konzentrieren, wo er unter anderem das Ratespiel „Wer wird Millionär?“ moderiert.