Nackttanzen und Eis

"Homeland"-Star Claire Danes schwärmt vom Berghain

Nackte, Fetisch-Partys, durchtanzen: Claire Danes hat "Homeland" in Berlin gedreht - und erzählte Ellen DeGeneres von ihrer Freizeit.

Ihr Sommer in Berlin hat offenbar bleibenden Eindruck bei Schauspielerin Claire Danes hinterlassen – besser gesagt das „Berghain“. Die 36-Jährige war am Wochenende in der Show „Ellen“ bei Talkerin Ellen DeGeneres im US-Fernsehen zu Gast und schwärmte geradezu von ihren Besuchen in dem berühmten Klub in Friedrichshain. Bessere Werbung für die Hauptstadt und ihre bekannteste Szene-Diskothek gibt es fast nicht. „Berlin ist der Wahnsinn“, erzählt sie der 57 Jahre alten Moderatorin in der im Internet abrufbaren Aufzeichnung der Sendung. „Und sie haben diesen unglaublichen Klub, genannt ‚Berghain’. Ich dachte, ich hätte eine Aversion gegen Heavy Metal und Techno. Aber weißt du, du kommst nach Berlin und wirst einfach mitgerissen.“

Mit einer kleinen Tanzeinlage zeigt sie, wie man zu Techno tanzt – dem Gesicht von Ellen DeGeneres nach zu urteilen für viele Amerikaner offenbar schwer vorstellbar. Dazu wird 90er-Jahre-Techno eingespielt, der wenig mit der elektronischen Musik zu tun hat, die aktuell in Klubs gespielt wird. „Das wird nicht im ‚Berghain‘ gespielt, das ist nicht die ‚Berghainian Art‘“, sagt Claire Danes und lacht. „Das ist schlechter Techno.“

"Homeland" in Berlin startet am Sonntag in den USA

Im Sommer verbrachte die Hollywoodschauspielerin mehrere Wochen in der Hauptstadt, um die fünfte Staffel der US-Agentenserie „Homeland“ zu drehen, die am kommenden Sonntag in den USA startet. Die Arbeiten an den neuen Folgen begannen Mitte Juni und fanden in Berlin und Babelsberg statt. Danes spielt die Hauptrolle, die psychisch labile, ehemalige CIA-Agentin Carrie Mathison.

Mit nach Berlin brachte sie auch ihren Mann Hugh Dancy und ihren Sohn Cyrus. Die Familie unternahm Spaziergänge, unter anderem in Kreuzberg und im Volkspark Friedrichshain. Im Mai wurden die Eltern auf der Suche nach einem geeigneten Kindergarten für ihren Sohn in Spandau und in Schöneberg gesehen. Offenbar reichte die Zeit auch für ein paar Besuche im „Berghain“. „Als ich zum ersten Mal dort war, war ich ziemlich ängstlich, weil ich nicht wusste, was mich erwartet“, so die Schauspielerin bei Ellen DeGeneres. Weil sie einen Bekannten des Besitzers kenne, sei sie durch den Hintereingang hineingekommen. „Du musst an einem Sonntag hingehen“, erklärt sie. „Es ist großartig, so seinen Sonntagnachmittag zu verbringen.“ Es sei „der beste Ort der Welt“.

"Am Freitag hin und Montag wieder raus"

Claire Danes zeigt sich beeindruckt von den Öffnungszeiten des Klubs. „Die Leute gehen am Freitag hin und kommen Montagfrüh wieder raus – und dann gehen sie direkt zur Arbeit.“ Sie beschreibt die verschiedenen Ebenen des Klubs, auf denen die Menschen im ‚Berghain‘ tanzen und sich aufhalten können. „Das letzte Mal, als ich dort war, gab es eine Art Fetischwochenende, bei dem Menschen entweder schwarz oder gar nicht angezogen waren. Und in der Mitte der Tanzfläche gab es eine Eisdiele, an der man zwischendurch eine Pause einlegen konnte.“

Am Ende schenkt die Moderatorin der Schauspielerin einen Babytragesitz zum Umschnallen, verziert mit angeklebten Federboas und Blinklichtern. „So kannst du Cyrus mitnehmen und gleichzeitig Techno tanzen“, schlägt Ellen DeGeneres vor.