Berlinale

Food-Trucks bieten den Berlinale-Besuchern Essen auf Rädern

Sechs „Food-Trucks“ stehen in der Eichendorff-Gasse und sorgen für Kulinarisches jenseits des Kinos. Es geht um Slow-Food, präsentiert vom Kulinarischen Kino.

Foto: Reto Klar

Berlinale-Chef Dieter Kosslick ist ein bekennender Gourmet, ein Verfechter guten Essens. In diesem Jahr teilt er seine kulinarische Leidenschaft auf besondere Weise mit den Berlinale-Besuchern: Auf dem Festivalgelände am Potsdamer Platz, genauer gesagt in der Joseph-von-Eichendorff-Gasse, stehen erstmals sechs sogenannte „Food-Trucks“ – es gibt also quasi „Essen auf Rädern“. Aber wer dabei an fahrbare Currywurstbuden oder rollende Fritteusen denkt, der liegt weit daneben. Der Street-Food-Markt, präsentiert vom Kulinarischen Kino der Berlinale in Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun und Slow Food Berlin, bietet ein Angebot, dass von Allgäuer Kässpatzen über koreanische Ramen bis hin zu Barbecue reicht.

„Es geht uns ja auch darum, den Besuchern zu zeigen, was Slow Food eigentlich ist und ausdrücken will“, sagt Nikolaus Driessen von der Markthalle Neun in Kreuzberg. Dazu geht es ihm darum, dass Angebot von kulinarisch hochwertigen und gleichzeitig erschwinglichen sowie gesunden Lebensmitteln niedrigschwellig zu gestalten. Bereits am Mittwoch, einen Tag vor dem Start der Berlinale, haben die sechs auffälligen Trucks ihre Köstlichkeiten angeboten. Beim Gang durch die kleine Stichstraße duftet es köstlich – eine echte kleine Gourmet-Gasse.

Mit dabei sind: Heisser Hobel, Big Stuff Smoked Barbecue, Mr. Susan, Glut & Späne, ¡Ándale Arepas! und Café 9. Zwischen den Vorführungen und bereits zum Frühstück können die Besucher aus mehreren frisch zubereiteten Gerichten wählen. Eine kleine Auswahl gefällig?

Da wäre der „Heisse Hobel“. Sowohl der umgebaute Campingwagen als auch die Käsespätzle von Florian Rohrmoser und Myriam Touka sind mittlerweile nicht nur in Berlin legendär. Im vergangenen Sommer wurde das Konzept bei den „British Street Food Awards“ in London mit dem „Best Overseas Trader Award“ ausgezeichnet. Der Käse für die frisch zubereiteten Spätzle kommt direkt aus der Bio-Käserei Obere Mühle in Bad Hindelang – einem Familienbetrieb, der von Florian Rohrmosers Vater geführt wird. Regionale Zutaten wie Zwiebeln und Schnittlauch kommen aus der Markthalle Neun – ein Fakt, auf den die drei Betreiber Bernd Maier, Florian Niedermeier und Nikolaus Driessen ebenfalls Wert legen. Die Portion Allgäuer Kässpatzen kostet 5 Euro.

>>>Das große Special zur Berlinale finden Sie hier<<<

Bei „Big Stuff Smoked Barbecue“ servieren Anna Lai und Tobias Bürger zwei Barbecue-Sandwiches mit Fleisch aus dem Smoker: Dirty South mit Fleisch von der Rinder-Rippe (8 Euro) und Pulled Pork mit handgezupftem Schweinenackenfleisch (6,50 Euro). Natürlich kommt das Fleisch aus artgerechter Haltung: Das Bio-Rindfleisch aus Oberbayern, das Schweinefleisch von Duroc-Schweinen aus Thüringen. Für die rauchig-würzige Note und die zarte-saftige Konsistenz gart und räuchert das Fleisch mit Eichen- und Kirschholz 12 bis 16 Stunden bei 80 bis 100 Grad.

Bei „Mr. Susan“ gibt es koreanische Ramen (7 bis 8 Euro), das sind asiatische Suppen, deren Hauptbestandteile Nudeln und verschiedene Arten von Brühe sind. Bei „Glut & Späne“ gibt es Räucherfisch – aber natürlich anders. Die Angebote tragen Namen wie: Hot Box Lachs (Rächerlachs auf Sprossen- und Blattsalat mit getoastetem Brot und Honig-Senf-Schmier für 7 Euro) oder Hot Box Shrimps (Shrimps in Limettensaft pochiert auf Sprossen- und Blattsalat mit Brot und Cocktailsauce für 7 Euro). Maria Hugger kombiniert bei ¡Ándale Arepas!, der lateinamerikanischen Antwort auf Burger, Maismehlfladen mit immer wieder neuen Füllungen. Den Pumpkin Arepa gibt es für 6, den Fishball Arepa für 6,50 Euro.

Eines ist sicher: In diesem Jahr wird die Berlinale auch ein Festival für die Geschmacksknospen.