Sonst hält die Berlinale ihren Eröffnungsfilm ja oft bis zur letzten Sekunde zurück. Es spricht für das Festival, das am 6. Februar 2014 startet, wenn es nun schon im November den Auftakt für seine 64. Ausgabe bekannt gibt. Und der macht Lust auf die Berlinale.
Zur Eröffnung im Berlinale-Palast wird die Weltpremiere von Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“ gezeigt. Eine neue Komödie mit Andersons typischer Handschrift, die in Deutschland gedreht wurde, in Sachsen und den Filmstudios von Babelsberg. Und da darf man dann auch auf einen Star-Auftrieb am roten Teppich hoffen: Zur Besetzung gehören unter anderem Ralph Fiennes, Jude Law, Bill Murrray und Tilda Swinton.
Die britisch-deutsche Produktion erzählt die abenteuerliche Geschichte von Gustave H., dem legendären Concierge eines berühmten europäischen Hotels zwischen den beiden Weltkriegen, und Zero Moustafa, dem Hotelpagen, der sein vertrautester Freund wird. Es geht um den Diebstahl und die Wiederbeschaffung eines wertvollen Renaissance-Gemäldes und den Streit um ein großes Familienvermögen – vor dem Hintergrund eines sich plötzlich und dramatisch verändernden Kontinents.
Anderson ist ein alter Bekannter auf der Berlinale, hier hat der Kultregisseur mit dem schrägen Humor auch schon die „Royal Tenenbaums“ und „Die Tiefseetaucher“ gezeigt. Mit seinem letzten Werk ging er allerdings fremd: „Moonrise Kingdom“ hat im vergangenen Jahr die Konkurrenz in Cannes eröffnet.
Ein echter Coup also. Und doch hört man es auch mit Bedauern, hatten doch viele gehofft, George Clooney würde das Festival mit seinem neuen Regie-Film „Monument Men“ eröffnen, für den er Monate lang mit Matt Damon und Cate Blanchett in Berlin gedreht hat. Der US-Starttermin des Weltkriegdramas wurde erst kürzlich von Dezember auf den 7. Februar verschoben, einen Tag nach dem Berlinale-Start. Das schien ein klares Indiz.
Freilich: Wenn es nicht um den Eröffnungsfilm geht, muss es keine Weltpremiere sein, da reicht auch eine Deutschlandpremiere. „Monuments Men“ könnten also trotzdem auf der Berlinale laufen. Es sei zumindest „noch alles offen“, hieß es auf Seiten der Festivalleitung.
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