Agentenfilm

Christoph Waltz soll neuen Bond-Bösewicht spielen

Die besten Schurken bei 007 waren von jeher Deutsche. Oder doch Deutschsprachige. Jetzt wird der Teilzeit-Berliner Christoph Waltz für den nächsten Agententhriller gehandelt. Die Medien sind schon mal euphorisch.

Foto: Guillaume Horcajuelo / dpa

Die besten Bond-Bösewichter waren immer die Deutschen. Naja, stimmt nicht so ganz. Curd Jürgens und Lotte Lenya waren ja Österreicher, und Gottfried John nur ein Nebenbösewicht. Aber Gert Fröbes Goldfinger gibt seit jeher den Maßstab aller 007-Gegenspieler. Und in die illustre Reihe deutschsprachiger Schurken soll sich jetzt – nach Götz Otto, Clemens Schick und Ilse Steppat – auch Christoph Waltz einreihen. Am Freitag berichteten Medien in Großbritannien und den USA, der zweifache Oscar-Preisträger soll im nächsten, noch namenlosen Bond-Abenteuer mit dabei sein. Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Aber man darf schon mal ins Schwärmen geraten: Einen besseren Kandidaten kann man sich kaum vorstellen.

Eine Idealbesetzung

Seit Quentin Tarantino den nach wie vor Teilzeit-Charlottenburger in „Inglourios Basterds“ fürs Weltkino entdeckt hat, ist Waltz zum Spitzenstar geworden. Zwar hat er früher, als er noch fürs deutsche Fernsehen Schablonenrollen spielen musste, geklagt, dass er immer den Bösen geben müsse. Aber den perfektioniert er jetzt in internationalen Großproduktionen. Sei es als intriganter Kardinal Richelieu in „Die drei Musketiere“ oder als Chudnofsky im Comicfilm „Green Hornet“, in der er seine Rolle schon mal als Bondschurkenparodie angelegt hat. Kein Wunder also, dass die „USA Today“ ihn schon als „perfekter Bond-Bösewicht“ und das Branchenblatt „Variety“ ihn als „Idealbesetzung“ in den Himmel lobt.

Die Rollenbeschreibung ist dabei noch unklar. Er muss nicht Feind, er könne ja auch Freund von Daniel Craigs 007 sein. Aber er werde auf jeden Fall „eine wichtige Rolle“ spielen, wie die britische „Daily Mail“ verriet.