Jugendgewalt

Buch von Jugendrichterin Heisig wird verfilmt

Die ARD dreht einen Film nach dem Buch „Das Ende der Geduld“ der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig über Jugendgewalt. Martina Gedeck spielt darin eine Richterin an den Grenzen der Belastbarkeit.

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Nach dem Buch „Das Ende der Geduld“ der prominenten Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig entsteht derzeit ein Film über Jugendgewalt. Die Dreharbeiten zu dem gleichnamigen Streifen wurden am Donnerstag abgeschlossen, wie eine ARD-Sprecherin mitteilte. Die Koproduktion von Bayerischem sowie Norddeutschem Rundfunk soll im kommenden Jahr im Ersten gezeigt werden. Martina Gedeck (Das Leben der Anderen, Die Wand) spielt darin eine Jugendrichterin, die bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehe.

Heisig, die sich 2010 das Leben nahm, war im Kampf gegen Jugendkriminalität neue Wege gegangen. Sie initiierte das Neuköllner Modell und löste damit eine bundesweite Debatte aus. Nach ihrer Ansicht sollten Sanktionen gegen junge Kriminelle schnell nach einer Straftat verhängt werden, um so noch erzieherisch einzuwirken.

Gedeck legt sich mit Intensivtäter an

Laut Mitteilung spielt Gedeck (52) die Jugendrichterin Corinna Kleist. Sie legt sich mit einem jungen Intensivtäter an, der als libanesischer Clan-Boss über die Drogengeschäfte in der Hasenheide herrscht. Auch Jörg Hartmann (Weissensee) ist in dem Streifen zu sehen.

Drehbuchautor Stefan Dähnert habe sich auf Fälle gestützt, die Heisig in ihrem Buch beschrieben habe, hieß es. Zudem habe er Zeitzeugen befragt. Gedreht wurde an Berliner Originalschauplätzen.