Suhrkamp Verlag

Hans Barlach verlangt offenbar eine sofortige Ausschüttung

Der Miteigentümer des Suhrkamp Verlags will laut Medienberichten eine ihm vom Berliner Landgericht zugesprochene Millionensumme umgehend einfordern.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Der Dauerstreit zwischen den Gesellschaftern droht den Suhrkamp Verlag zu zerreißen. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ meldet vorab, Miteigentümer Hans Barlach wolle die ihm vom Berliner Landgericht vergangene Woche zugesprochene Ausschüttung von 2,2 Millionen Euro umgehend einfordern. Ob der Verlag die notwendigen Barmittel aufbringen könnte, steht in den Sternen.

Weiter berichtet der „Focus“ von einer Wiederaufnahme der Mediationsgespräche, die allein das Schlimmste noch verhindern könnten. Einer von angeblich zwei Mediatoren soll Rüdiger Salat sein, der noch bis vor kurzem Manager der Holtzbrinck-Verlagsgruppe war.

Hans Barlach hat inzwischen als Präsident des Verwaltungsrats der Medienholding AG in einer Pressemitteilung Stellung zu seinem Streit mit den beiden Suhrkamp-Autoren Peter Handke und Rainald Goetz genommen. Die Beiden hat ihn nach den Gerichtsurteilen in der Öffentlichkeit als „abgrundtiefen Unhold“ bzw. „Wimp, Rechtsquerulanten, Feigling“ bezeichnet.

Barlach wehrt sich gegen solche „Schmähkritiken“, die nicht dem Recht der Meinungsfreiheit unterlägen. Aber er betont: „Es ist und war nie die Auffassung der Medienholding AG bzw. die von mir, dass wegen dieser Auseinandersetzung das Vertragsverhältnis zu den Autoren beendet werden müsse.“