Ein bedeutendes Gemälde des deutschen Künstlers Martin Kippenberger (1953-1997) ist in London für 2,28 Millionen britische Pfund, umgerechnet 2,48 Millionen Euro versteigert worden. Das Werk mit dem Titel „Paris Bar“ erzielte damit am Freitagabend bei der Christie's-Auktion etwa das Doppelte des Schätzpreises. Das Gemälde des gebürtigen Dortmunders stammt aus dem Jahr 1991. Es handelt sich nach Angaben von Christie's um den zweithöchsten Preis, der für ein Werk des Künstlers bei einer Auktion erzielt wurde.
Das Gemälde gilt als ein Schlüsselwerk der zeitgenössischen Kunst und veranschaulicht Kippenbergers Verhältnis von Kunst und Leben. Damit schrieb Martin Kippenberger seine eigene Bedeutung in der Kunstgeschichte. Das Bild zeigt nämlich die SUMAK-Kunstsammlung (Susanne und Martin Kippenberger), gehängt in des Meisters bevorzugtem Restaurant in Berlin, der inzwischen legendären Paris Bar an der Kantstraße in Berlin-Charlottenburg. Das Gemälde zeigt die linke Wand des Lokals; die wiedergegebenen Kunstwerke sind Arbeiten von Werner Büttner, Albert Oehlen, Hubert Kiecol, Michael Krebber, Charline von Heyl, Mathias Schauffler, Heimo Zobernigg, Ronald Jones und Robert Frank.
Das Bild fand seinen Platz an der Stirnwand des Restaurants und hing dort mehr als 10 Jahre lang. Wie auch manch anderes Werk, für das Kippenberger keinen Käufer fand und das er so lange in „seiner“ Paris Bar aufhängen ließ – dafür erhielt er das Recht auf lebenslange freie Bewirtung.
BMO





