Der Deutschlandfunk stellt sein Programm zum Jahresende umfassend um. Mit neuen Hintergrundformaten, mehr Dialog mit dem Publikum und einer stärkeren Verzahnung von linearem Radio und digitalen Angeboten reagiere man auf die veränderte Mediennutzung, teilte der Sender mit. Das neue Sendeschema soll ab dem 30. November gelten.

Donnerstag

Der Wochenend-Newsletter der Berliner Morgenpost

Bestellen Sie hier den wöchentlichen Newsletter mit Tipps zum Wochenende in Berlin

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Mit dem neuen Sendeschema verschieben sich auch die Sendezeiten der Informationssendungen. Die Informationen am Morgen beginnen künftig um 6 Uhr und dauern bis 10 Uhr. Die Informationen am Abend starten bereits um 17 Uhr und sollen sich damit stärker an den Zeiten orientieren, zu denen sich viele Menschen unterwegs informieren. Die zehnminütigen Nachrichten zur vollen Stunde bleiben bestehen.

Auch interessant

Ein Schwerpunkt der Reform ist der Ausbau der Hintergrundberichterstattung. Künftig soll es dreimal täglich halbstündige Hintergrundsendungen geben, die jeweils ein Thema oder eine Fragestellung in den Mittelpunkt stellen. Zudem sollen die Informationssendungen am Morgen, Mittag und Abend stärker journalistische Recherchen aus den Fachredaktionen einbinden. Neu ist außerdem das werktägliche Format „Im Dialog“, in dem Fachredaktionen gemeinsam mit Hörerinnen und Hörern ein Tagesthema erörtern. Podcasts wie „Der Tag“ und der „Politikpodcast“ sollen künftig auch im linearen Radioprogramm laufen.

Programmdirektorin Jona Teichmann betonte, die Reform sei kein Sparprogramm. Alle Programme blieben erhalten, Redaktionen würden nicht geschlossen und die Programmmittel vollständig erhalten. Zugleich hält der Deutschlandfunk an dem bereits geplanten Abbau von jährlich 0,5 Prozent der festen Stellen fest. Nach Angaben von Intendant Stefan Raue entspricht das sechs bis acht Stellen pro Jahr.

Dass der Sender derzeit verstärkt auf solche Formate setzt, hat auch einen medienpolitischen Hintergrund. Seit Dezember gilt ein Reformstaatsvertrag, der unter anderem den Abbau von Doppelstrukturen, weniger lineare Programme und eine stärkere Kooperation von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorsieht. dpa