Egidio Marzona, einer der weltweit wichtigsten Sammler zeitgenössischer Kunst, ist tot. Er starb bereits am Sonntag in Berlin, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter Berufung auf die Familie am Montag mitteilte.

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Der 1944 in Bielefeld geborene Marzola hatte sich vor allem durch die Sammlung von Material zur Avantgarde des 20. Jahrhunderts verdient gemacht. 2016 hatte er sein Archiv mit rund 1,5 Millionen Objekten der Staatlichen Kunstsammlung Dresden geschenkt. Das seit Ende der 1960er-Jahre angelegte Archiv beinhaltet unter anderem Briefwechsel, Manifeste, Skizzen und Collagen, Plakate, Fotografien und Filme, aber auch Künstlerbücher, Kasttaloge und Zeitschriften. Weitere Teile der Sammlung Marzona befinden sich in Berliner Museen, unter anderem in der Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett.

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„Egidio Marzona hat sein Leben der Kunst gewidmet. Er war ein leidenschaftlicher und unermüdlicher Sammler der Avantgarden des 20. Jahrhunderts, der so die künstlerischen und geistigen Bewegungen eines ganzen Jahrhunderts zu erfassen suchte“, erklärte die Stiftungspräsidentin und ehemalige Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann. „Seine Sammlung beschränkt sich nicht nur auf Kunstwerke, sondern erstreckt sich auf Zeugnisse des gesamten Prozesses des künstlerischen Schaffens. Berlin und auch Dresden verdanken ihm viel, denn er hat seine Sammlungen nach und nach den jeweiligen Museen übergeben, wo sie wie eine Batterie wirken, die immer wieder neue Narrative und Kontexte ermöglicht.“ KNA