Abseits des Football-Fiebers, das an diesem Wochenende die Hauptstadt eingenommen hat, sieht man am Sonntag auf dem Uber-Platz in Friedrichshain ausnahmsweise einen anderen Dresscode als amerikanische Football-Jerseys. Die Menschenmenge verschwimmt zu einem Meer aus Space-Buns, geflochtenen Zöpfen und viel Glitzer. Vor allem Nina Chubas jüngere Fans wirken wie viele kleine Kopien der 27-Jährigen und warten dabei tanzend auf ihr großes Idol.

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Dann verdunkelt sich die Bühne und die Schreie in der Arena werden immer lauter. Dumpfe Bässe ziehen durch die Halle, als Nina Chuba und ihre Band im Schatten auf die Bühne kommen. „Ich will Immos, ich will Dollars, ich will fliegen wie bei Marvel/Zum Frühstück Canapés und ein Wildberry-Lillet“, lauten die ersten Worte der Sängerin an ihre Fans, als sie ihren Hit „Wildberry Lillet“ anstimmt. Das Beste kommt zum Schluss? Bei Nina Chuba kommt es direkt am Anfang, denn der Hit, der ihr 2023 den Durchbruch beschert hat, soll nicht bis zum Ende des Abends verstauben.

„Muss jetzt schon so sehr heulen, so sehr werd ich diese Tour vermissen“, schreibt die 27-Jährige ein paar Stunden vor ihrer Show in der Uber Arena in den sozialen Medien. Ein bisschen traurig sieht sie dann doch aus mit dem Gedanken, jetzt erstmal bis zu ihren Sommershows im nächsten Jahr fernab der Tour-Bühne zu sein.

„Ein letztes Mal“ – Nina Chuba beendet ihre aktuelle Tournee in der Hauptstadt

Natürlich liefert Nina Chuba an diesem Abend nicht nur Songs aus ihrem neuen Album „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“, auch „alte Banger“, wie sie selbst sagt, finden sich auf der Setlist wieder. Und auf einen scheinen sich die Fans schon besonders zu freuen. Vorher hat die Sängerin jedoch noch eine Bitte. „Ich möchte zuerst, dass hier nicht gesessen wird, das finde ich ne absolute Frechheit“, ruft sie ins Mikro und muss etwas lachen, bevor sie ihren Song „Mangos mit Chili“ anstimmt. Mit prägnanten Beats und Trompeteneinlage dauert es nicht lange, bis alle „Schmeiß‘ weg, was ich nicht mehr brauch‘/Highspeed, keiner hält mich auf“ durch die Halle singen und tanzen.

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Wer Nina Chuba auf der Bühne sieht, sieht eine selbstbewusste, erfolgreiche junge Frau. Aber auch die Hamburgerin weiß, wie es ist, mit Unsicherheiten über sich selbst zu kämpfen. „Wir leben alle zum ersten Mal“, sagt sie auf der Bühne, bevor sie ihren Song „Unsicher“ aus ihrem neuen Album anstimmt. Und wo eben noch laut geschrien wurde, ist es auf einmal ungewöhnlich still, bevor die Taschenlampen in der ganzen Arena zum Vorschein kommen.

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Von den „Pfefferkörnern“ zur Solo-Künstlerin – Nina Chuba längst keine Newcomerin

Nach anderthalb Stunden elektrisierender Bühnenshow verabschiedet sich die Pop-Musikerin vorerst mit ihrem Song „Fahr zur Hölle“, bevor die Bühne sich verdunkelt. Kurz darauf werden die „Zugabe“-Schreie aus den Reihen immer lauter, bis Nina Chuba noch einmal ihre Hits „Fata Morgana“ und „So lange her“ zum Besten gibt und spätestens jetzt ihre Tränen nicht mehr zurückhalten kann. „Das ist wie mein letzter Arbeitstag hier“, kündigt Chuba an, denn sie nehme sich jetzt erstmal eine Pause.