Literatur als Kern des Films: Der Wettbewerbsfilm „Drømmer“ (Dreams (Sex Love)) gibt auf der 75. Berlinale tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der 17-jährigen Johanne (Ella Øverbye), die sich schockartig und nachhaltig in ihre Französischlehrerin (Selome Emmetu) verliebt – und diese gescheiterte Liebesgeschichte niederschreibt. „Drømmer“ ist der dritte Teil einer Trilogie von Regisseur Dag Johan Haugerud, in der er sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Normen befasst.
Berlinale 2025: Eine Coming-of-Age-Geschichte zwischen Tristesse und norwegischem Humor
Ob Wahrheit oder Fiktion, Tabubruch oder literarisch wertvoll: Johannes Oma – selbst Schriftstellerin – und ihre Mutter sind diejenigen, die das Manuskript moralisch und literarisch diskutieren, für die Zuschauerinnen und Zuschauer in gesellschaftliche Diskurse einordnen. Ihre Motivation ist dabei ganz unterschiedlich von Sorge, Stolz, Neid und Nostalgie geprägt und komödiantisch höchst gelungen.
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Doch einen Großteil des Films erzählt Johanne selbst: wie sie versucht, mit ihrer unglücklichen ersten Liebe alleine zurechtzukommen – und wie sie daran scheitert.
„Drømmer“ im Wettbewerb der 75. Berlinale: Literarische Stilmittel im Film
Zu Beginn dominiert hierbei das Voice-over über den Dialog. Dieser recht langgezogene Einstieg räumt den Emotionen der jungen Protagonistin viel Platz ein, die „Drømmer“ zum Ende aber umso mehr Wucht verleihen. Regisseur Haugerud macht sich dabei – ähnlich wie Johanne – literarische Stilmittel zunutze und hält das Publikum mit wechselnden Erzählebenen auf Trab.
Termine: 20.2, 18.45 Uhr Uber Eats Music Hall; Fr, 21.2, 17 Uhr, Zeiss-Großplanetarium und 21 Uhr, Haus der Berliner Festspiele; 23.2, 12.30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele


