Actionfilmen mangelnde Originalität vorzuwerfen, ist ermüdend unoriginell. Da kann man schon fast bewundern, wie wenig Regisseur George Huang es in seinem gemeinsam mit Luc Besson verfassten Film „Weekend in Taipei“ darauf abgesehen hat, etwas zu erschaffen, was neu wirkt.

Donnerstag

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Anfangs lockt der Film mit Szenen aus Taipeh, die aus einer Tourismuswerbung stammen könnten, dann folgt die Vorstellung der vier Haupthelden, deren Konstellation und Loyalitäten sich schon klar abzeichnet, bevor in Rückblenden einigermaßen langatmig die dazugehörende Hintergrundgeschichte geliefert wird.

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Da ist Kwang (Sung Kang), ein undurchsichtiger Geschäftsmann, dessen wohl illegales Business aufzufliegen droht. Da ist seine Frau Joey (Lun-Mei Gwei), die vor der Ferrari-Filiale in Taipeh die Sonnenbrille genauso von der Nase nimmt wie einst Audrey Hepburn in New York vor Tiffanys.

Ihr Teenager-Sohn Raymond (Wyatt Yang) sorgt sich um die Delphine, die das Business seines Stiefvaters jährlich tötet, weshalb er die Mutter nach Informationen über seinen biologischen Vater löchert. Dass der als Koch gearbeitet habe, ist so ziemlich alles, was er in Erfahrung bringen kann.

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Raymond (Watt Yang, M.) findet heraus, wer sein wahrer Vater ist.
Raymond (Watt Yang, M.) findet heraus, wer sein wahrer Vater ist. © Leonine | Europacorp

Wenn man in der nächsten Szene John Lawlor (Luke Evans) in der Küche eines amerikanischen Restaurants sieht, ist das Geheimnis für den Zuschauer aber schon gelüftet. Bis der kleine Raymond davon erfährt, braucht es genre-entsprechend noch ein paar Prügeleien, Schießereien und Verfolgungsjagden.

Die sind sämtlich professionell inszeniert, leiden aber wie der ganze Film unter einem ständigen Tonwechsel, der wahllos zwischen Zynismus und Romantik, cinephiler Hommage und Drang zur schockierenden Gewalt wechselt.

Action, Frankreich/Taiwan 2024, 94 min., von George Huang, mit Luke Evans, Gwei Lun Mei, Sung Kang