Sascha Rettig

Was mit einer Entdeckung auf einer Messe in Tokio in den 80ern begann, ist seitdem zu einem gigantischen Franchise gewuchert. Ausgehend von einem verwandlungsfähigen Spielzeugroboter, erfand Hersteller Hasbro damals die „Transformers“ und sorgte neben ständig neuen Actionfiguren für eine Fan-Rundumversorgung von Comics bis zu Michael Bays bislang fünf bollernden „Transformers“-Blockbustern. Nun expandiert die Reihe im Kino mit „Transformers One“ weiter.

Alles auf Anfang - inhaltlich und formal

Der neue Ausflug ins Roboteruniversum geht dabei nicht nur mit seiner Ursprungsgeschichte ganz zurück zu den Anfängen, sondern auch mit seiner Form als Animationsfilm. Nachdem 1986 der erste Spielfilm noch handgezeichneter Zeichentrick war, ist nun aber alles auf der Höhe der Zeit computeranimiert – inklusive 3D.

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Im Zentrum stehen die Transformers-Widersacher Optimus Prime und Megatron, die ursprünglich dickste Freunde waren und auf dem Planeten Cybertron in den Minen schufteten. Während sie eines Tages gegen den despotischen Alleinherrscher Sentinal Prime aufbegehren, verschraubt „Transformers One“ hinreichend erprobte Handlungsschablonen: die Story eines Underdogs, der durch eine Gut-gegen-Böse-Eskalation manövriert, in deren Verlauf wiederum eine Freundschaft in Erzfeindschaft kippt.

Überraschender Kommentar auf die US-Wahl

Sicher rasseln dabei ständig Blechmaschinen aufeinander. Immer wieder scheppert es beim Schießen und Kämpfen. Und doch hat das alles ein paar simpel ironische Momente und ist längst nicht so furchtbar ermüdend wie die überlangen Realfilm-Effekt- und Materialschlachten. Zudem steckt in den Stromkreisläufen des Animationsfilms ein revolutionärer Geist!

Schließlich geht es um das Aufbegehren der ausgebeuteten Arbeiter gegen den Tyrannen, wobei die Botschaft hier durchaus als versteckter Kommentar zur anstehenden US-Wahl und zur gefährdeten Demokratie verstanden werden kann. Unerwartet, dass es bei den Transformers etwas Unerwartetes gibt.

Animationsfilm, USA 2024, 104 min., von  Josh Cooley