Klaus Wüsthoff hat zwei Opern, sieben Musicals und 35 Orchesterwerke komponiert, aber die meisten werden seine „heute“-Fanfare zum Beginn der ZDF-Nachrichten im Ohr haben. Darüber hinaus war der Musiker in der Werbung, in der Tanzmusik, im Jazz oder im Klimaschutz unterwegs. Und er schrieb Werke für Kinder. Jetzt ist der Berliner Komponist im Alter von 99 Jahren verstorben.

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Geboren wurde er 1922 in Berlin als Sohn eines Rechtsanwaltes, der noch rechtzeitig vor der Naziherrschaft den Familiennamen Herzfeld in Wüsthoff umwandeln konnte, um das Überleben der Familie zu sichern. 1940 lernte Klaus Wüsthoff auf der Bahnfahrt zum „Arbeitsdienst“ den späteren „Dalli-Dalli“-Komponisten Heinrich Riethmüller kennen. Die beiden Akkordeonspieler landen landen in der Truppenbetreuung. Wüsthoff war in russischer Kriegsgefangenschaft, studierte ab 1949 an der Berliner Hochschule für Musik unter anderem beim Komponisten Boris Blacher.
Sein Paukenkonzert für die Philharmoniker war ein Erfolg
Beim Rias begann er 1953, wo er zuletzt Leiter der Tanzmusikabteilung war. Nach zwei Jahren als Hauskomponist am Schlosspark- und Schiller-Theater wurde er freischaffend. Besonders wichtig ihm 1982 der Publikumserfolg seines Paukenkonzerts „Metrum“, das zum 100. Geburtstag der Berliner Philharmoniker entstand.
Der Musiker hatte Ämter im Landesmusikrat, im Komponistenverband und der Gema. Bis ins hohe Alter hinein war er aktiv. Um seine ZDF-Fanfare gab es 2014 einen Rechtsstreit vor Gericht. Die 1962 komponierte Erkennungsmelodie war über die Jahrzehnte hinweg mehrfach modernisiert worden, aber für die letzte Aktualisierung war Wüsthoff nicht mehr gefragt worden. Der Zeitgeist war über ihn hinweggegangen.




