Sharon Stone ist in Berlin und jeder will etwas von ihr abhaben. Wegen der Ausstellungseröffnung mit ihren Bildern befand sich die Galerie Deschler am Samstag im Ausnahmezustand: Ab 10 Uhr morgens war der Eingang von Security-Leuten bewacht. Ab dem Nachmittag hatten sich die ersten Fans und Autogrammjäger vorm Eingang postiert und warteten eisern.
Der Hollywood-Star selbst kam weit vor der offiziellen Ausstellungseröffnung, mit einer schwarzen Brille, zurückgegeltem Haar und langem schwarz-weißen Mantel in einem schwarzen SUV mit getönten Scheiben, ohne ein Autogramm zu geben. Einige Fans, die zum Teil mit „Basic Instinct“-Fotodrucken oder „Basic Instinct“-DVDs angerückt waren, waren zutiefst enttäuscht. Eine Frau klagte: „Warum kann sie sich nicht mal fünf Minuten Zeit nehmen, um ein paar Fans glücklich zu machen?“

Bei einer nicht-öffentlichen Vernissage vor der Ausstellungseröffnung hielt Kultursenator Joe Chialo eine Eröffnungsrede vor geladenen Gästen, in der er seine Freude über den Besuch des Hollywood-Stars zur Berlinale ausdrückte. Sharon Stone sagte dabei nichts, wollte ihre Kunst für sich sprechen lassen, trank nur Wasser.
Jan Oelmann, Vorstand der Freunde der Nationalgalerie, gehörte zu den geladenen Gästen. Sein Kommentar: „Sharon Stone wirkt sehr natürlich.“ Auch Axel-Springer-CEO Matthias Döpfner äußerte sich begeistert: „Es fasziniert mich, wenn jemand sich in so vielen künstlerischen Bereichen artikulieren kann“, sagte er. Wer Sharon Stone am Samstag verpasst hat, kann Tickets kaufen für „A special Evening with Sharon Stone“, am Montag, 19. Februar 2024, im Theater des Westens. Im Anschluss wird Martin Scorseses Film „Casino“ gezeigt.


