Berlin. . Weihnachtsstimmung zum Nikolaustag: Stimmgewaltig läutete das Chor-Ensemble “Gregorian Grace“ in Mönch-Kutten die besinnliche Zeit ein.

Ehrfürchtige Stimmen, meisterhafte Klänge und feierliche Opulenz - eine bessere Einstimmung auf Weihnachten als die des „Gregorian Grace“- Konzert hätten viele der Zuschauer sich wohl nicht vorstellen können. Im Rahmen der „Gregorian Grace“-Christmas Tour gaben die renommierten Sängerinnen und Sänger am Dienstagabend ein Konzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, das die Berliner Morgenpost als Medienpartner unterstützte. Dort sorgte das Ensemble mit seiner Kombination aus gregorianischem Choral und modernem Weihnachts-Pop für ein feierliches Ambiente am Nikolaustag.

Auf Zeitreise ins Mittelalter: "Gregorian Grace" in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Andächtigen Schrittes betraten die neun Musikerinnen und Musiker in braunen Mönch-Kutten die Kirche und sofort erfüllte ihr klarer Gesang die Reihen. Dass der gregorianische Gesang seinen Ursprung vor 1500 Jahren in der römisch-katholischen Kirche hatte, machte sich am Dienstag natürlich sofort bemerkbar: Der akzentuierte, lateinische Gesang, die begleitenden Geigenklänge und die mittelalterlichen Kostüme gaben einem das Gefühl, als wäre man in einer völlig anderen Zeit.

Die „Gregorian Grace“ verstanden es dabei, von bedächtigen und glockenhellen Gesängen wie in „Hallelujah“ zu düsteren Choralen zu wechseln. Einige Lieder begleiteten sie zudem mit der Klarinette und einer für das Mittelalter typischen Tamburine. Dazu bewegten die Sängerinnen und Sänger sich fröhlich im Takt, was dem ganzen einen angenehmen, authentischen Charakter verlieh und übertriebenem Pathos entgegenwirkte.

Warmlaufen auf lateinisch – Kür auf englisch

Nach einer Pause kehrten die „Gregorian Grace“ schließlich in silber-glitzernden Kutten zurück und wurden nun der Bezeichnung eines Weihnachtskonzertes so richtig gerecht: Mit modernen Choral- Interpretationen von Weihnachtsliedern wie „Last Christmas“ und „Winter Wonderland“ sorgten sie für eine festliche, bedächtige Atmosphäre und beeindruckten das Publikum mit ihren einzigartigen Stimmen. „Ich würde sagen, die erste Hälfte des Konzertes war das Warmlaufen für den zweiten, wirklich beeindruckenden Teil“, meinte der Zuschauer Andrei K. Unterstrichen wurde dieses ehrfürchtige Ambiente zudem von den sakralen Räumlichkeiten und der dadurch entstehenden, passenden Akkustik.

Den größten Applaus erntete das gregorianische Ensemble aber mit Abstand für sein letztes Lied, die englische Version von „Stille Nacht, heilige Nacht“, das in der Kirche seine gewaltige Klangfülle entfaltete. Dass die „Gregorian Grace“ zu guter Letzt noch mit dem Publikum zusammen „Hallelujah“ sangen, verlieh der Besinnlichkeit und feierlichen Atmosphäre den Höhepunkt und war ein perfekter, weihnachtlicher Abschluss dieses besinnlichen Konzertes.