Als ihre helle, durchdringende Stimme die Max-Schmeling Halle erfüllte, war klar, um wen es sich handelte: LEA, die sich mit ihrem deutschsprachigen Klavierpop längst einen Namen in der deutschen Musikszene gemacht hat, war am Freitag für ein Konzert ihrer „Treppenhaus“-Tour in Berlin und überzeugte mit ihrer unverkennbaren Stimme.

Eisbrecher im LED-Glanz: LEA begeistert Berliner Publikum

Während LEAs ersten Liedern „Parfum“ und „Drei Uhr Nachts“ zeigten sich die Fans jedoch noch etwas verhaltener. „Seid ihr wach, Berlin?“, fragte die Sängerin deswegen grinsend und schien das Eis damit zu brechen. Denn kaum sang sie die ersten Zeilen von „7 Stunden“ aus ihrem Album „Treppenhaus“, da begannen auf der Bühne LED-Lichter zu flackern und die Menge wippte begeistert im Takt.

Auch die darauffolgenden Songs des Treppenhaus-Albums wie „Wenn nur Liebe hilft“ mit den tiefgründigen Texten auf tanzbaren Beats gefielen dem Publikum. Gemäß LEAs bisherigem Musikstil stehen auch auf diesem Album ihre helle Stimme mit dem Klavierspiel im Vordergrund und werden umrahmt von emotionalen, sehr persönlichen Texten, die von Liebe und Freundschaft handeln. „Sie schafft es in ihren Liedern, die Gefühle genau so zu beschreiben, wie sie sich anfühlen“, meinte Susanne T. begeistert.

Melancholie am Piano: Bei "Elefant" gehen die Hände in die Luft

Das erklärt auch, wieso LEA für ihre bekannten Songs „Küsse wie Gift“ und „Immer wenn wir uns sehen“ am Freitag besonders viel Applaus erntete.

Als LEA kurz darauf plötzlich mitten im Publikum auf einem Podest saß und selbst einige Piano-Versionen, zum Beispiel von „Elefant“, zum besten gab, wurde es wieder ruhiger und leicht melancholisch, während die Arme in der Luft hin und her geschwungen wurden.

Prominente Gäste und ein kleiner Fauxpas

Für großes Gekreische sorgten dann noch Leas Gäste „Gustav“ und „Casper“, mit denen die Sängerin jeweils ihren gemeinsamen Song performte. Und sie hatte noch eine weitere Überraschung parat: „Dass du mich liebst“, ist erst am selben Tag erschienen und wurde den Berliner Fans nun ganz frisch zusammen mit „KLAN“ präsentiert.

Einige ihrer bekanntesten Lieder wie „110“ und „Treppenhaus“ bewahrte sich LEA aber bis zum Schluss auf, wodurch die Stimmung noch einmal gehoben wurde. Dass sie in ihrer Zugabe, die nicht nur aus „Wenn du mich lässt“, sondern auch aus „Ein Liebeslied“ bestand, den Liedtext kurzzeitig vergaß, nahmen LEAs Fans ihr natürlich auch nicht übel, sondern applaudierten laut für diesen Fauxpas und ließen das Konzert euphorisch ausklingen.