Berliner Dirigent

Berliner Stardirigent Daniel Barenboim zieht sich zurück

Generalmusikdirektor Daniel Barenboim in seinem Dienstzimmer in der Staatsoper Unter den Linden.

Generalmusikdirektor Daniel Barenboim in seinem Dienstzimmer in der Staatsoper Unter den Linden.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Stardirigent Daniel Barenboim gab bekannt, dass er sich in den kommenden Monaten zurückziehen werde - wegen einer schweren Erkrankung.

Berlin. Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim, wird gesundheitsbedingt längere Zeit nicht dirigieren. Barenboim habe bekannt gegeben, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen in den kommenden Monaten von einigen seiner Auftritte, insbesondere von Dirigaten, zurückziehen werde, bestätigte die Staatsoper am Mittwoch in einer Mitteilung.

Zuvor hatte Barenboim seinen Rückzug über Social-Media-Accounts angekündigt. Der 79-Jährige schrieb: „Mein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Monaten verschlechtert und es wurde eine schwere neurologische Erkrankung bei mir diagnostiziert.“ Es müsse sich jetzt so weit wie möglich auf sein körperliches Wohlbefinden konzentrieren. Er werde sich „von einigen meiner Auftritte, insbesondere von Dirigaten, zurückziehen“.

Barenboim war in der vergangenen Zeit mehrfach ausgefallen. Der 79-Jährige musste sich im Februar einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen. Auf Empfehlung seiner Ärzte sollte er anschließend pausieren. Zuletzt zwang ihn eine entzündliche Gefäßerkrankung zu stationärer Behandlung und Pause.

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Barenboims Statement im Wortlaut:

Mit einer Mischung aus Zuversicht und Traurigkeit gebe ich heute bekannt, dass ich mich in den kommenden Monaten von einigen meiner Auftritte, insbesondere von Dirigaten, zurückziehen werde.

Mein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Monaten verschlechtert und es wurde eine schwere neurologische Erkrankung bei mir diagnostiziert. Ich muss mich jetzt so weit wie möglich auf mein körperliches Wohlbefinden konzentrieren.

Die Musik war und ist ein wesentlicher und dauerhafter Bestandteil meines Lebens. Ich habe mein ganzes Leben in und durch die Musik gelebt und werde dies auch weiterhin tun, solange es mir meine Gesundheit erlaubt. Wenn ich zurück und nach vorne blicke, bin ich nicht nur zufrieden, sondern zutiefst erfüllt.