Neu im Kino

„Yakari“: Komm, erzähl mir einen vom Pferd

Große Abenteuer eines Indianerjungen: Der kleine Comicheld „Yakari“ kommt auf die große Leinwand. Der Film erzählt, wie alles begann.

Es ist ein langer Weg, aber am Ende werden Yakari und das wilde Pony Kleiner Donner beste Freunde.

Es ist ein langer Weg, aber am Ende werden Yakari und das wilde Pony Kleiner Donner beste Freunde.

Foto: Leonine

Über „Haben oder Sein“ hat schon Philosoph Erich Fromm ein schlaues Buch geschrieben. Es geht aber auch kindgerechter. Im Animationsfilm „Yakari“ wollen alle kleinen Sioux-Jungs mal ein Pony haben. Yakari schafft es schließlich, Kleiner Donner zum Freund zu gewinnen, das wildeste aller wilden Ponys, das niemand hat fangen können. Aber, wird er am Ende sagen, das Pferd gehört ihm nicht – es ist sein Freund.

Die beliebte Comicreihe „Yakari“ wurde 1969 erschaffen von Texter André Jobin und Zeichner Claude de Ribaupierre. 1983 gab es eine erste Fernsehserie, ab 2005 eine zweite, seit 2013 hoppeln Yakari und das Pony auch über die Musical-Bühne. Jetzt kommt, wenn auch spät, noch ein zauberhafter Kinofilm dazu.

„Yakari“ von Toby Genkel und Xavier Giacometti erzählt noch mal den Anfang dieser tierisch-menschlichen Freundschaft und hält sich dabei erfreulich eng an den Federstrich des Comics. Während im Kino animierte Comicfiguren sonst meist knubbeliger und konformer geraten.

„Yakari“: der Trailer zum Film

Der kleine Sioux-Indianer, der die Gabe hat, mit den Tieren sprechen zu können, muss dabei jedoch ziemlich viele Abenteuer auf einmal bestehen: durch reißende Ströme und eisige Höhlen, über höchste Berge – und einen Sturm gibt es auch noch. Das ist vielleicht ein bisschen viel Action für einen 80-minütigen Kinderfilm. Aber die Erkenntnis, im Einklang mit der Natur und den Tieren zu leben, die passt ganz gut zur Generation Greta.

Animation 89 min., von Toby Genkel und Xavier Giacometti