Neu im Kino

Die Jungkriminalisten von einst wieder taufrisch: „TKKG“

Die Jugendkrimireihe „TKKG“ wird von Robert Thalheim erfolgreich relauncht. Nur das mit den Kampfkünsten muss noch mal geübt werden.

Die vier jungen Kriminalisten wollen Licht ins Dunkel bringen.

Die vier jungen Kriminalisten wollen Licht ins Dunkel bringen.

Foto: dpa

Vor 40 Jahren erschienen die ersten Bände der Jugendkrimireihe TKKG, als Werbevehikel des Füllfederherstellers Pelikan. Schnell entwickelte sie sich zu einer erfolgreichen Marke, die nun fürs Kino einmal mehr einem Relaunch unterzogen wird. Tim (Ilyes Moutaoukkil), ein sportlicher Halbwaise aus der Plattenbausiedlung, landet per Stipendium in einem Elite-Internat, wo er sich das Zimmer mit dem Millionärssohn Willi (Lorenzo Germeno) teilen muss.

Entstaubt und in die Gegenwart verfrachtet

Gleich am ersten Abend wird ihr Klassenkampf von einem Flugzeugabsturz unweit des Internats im Keim erstickt und sie finden sich in einem Kriminalfall um Beutekunst aus dem fernen Osten wieder. Lösen können sie ihn nur gemeinsam mit IT-Nerd Karl (Manuel Santos Gelke) und der zunächst recht arroganten Polizistentochter Gaby (Emma-Louise Schimpf).

Das Rezept, mit dem vor einigen Jahren die Hörspielserie „Bibi und Tina“ die Leinwand eroberte, geht auch hier erstaunlich gut auf. Robert Thalheim, ein etablierter Autorenfilmer, übersetzt leicht angestaubte Figuren in die Gegenwart, stellt charakterstarken Neuentdeckungen prominente Schauspieler an die Seite, streut ein paar selbstreferenzielle Gags für TKKG-Fans ein und verleiht dem Ganzen jenen Retro-Look und Sound, in dem zuletzt die Netflix-Serie „Stranger Things“ die 80er Jahre wieder auferstehen ließen.

Für die anstehenden Fortsetzungen bleibt nur zu hoffen, dass Tims Nahkampfkünste weniger halbherzig choreographiert und die Krimihandlung eher spannend als geradezu zwanghaft in Richtung Klischeevermeidung konstruiert wird.