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Zum Knuddeln: „Royal Corgi“, der Liebling Ihrer Majestät

Das royale Leben aus dem Blick eines Schoßhunds: „Royal Corgi – Der Liebling der Queen“ fasziniert nicht nur Hundeliebhaber.

Die Queen und Prinz Philip mit Corgi Rex.

Die Queen und Prinz Philip mit Corgi Rex.

Foto: dpa

Der Körper eines Fuchses, die Pfoten eines Mopses, das Gesicht eines Dackels und die Ohren eines Kaninchens: Das ist der Welsh Corgi Pembroke. Die legendäre britische Hunderasse gibt es offiziell seit 1934. Bereits ein Jahr zuvor bekam die heutige Queen Elizabeth II. ihren ersten Corgi.

Der Beginn einer großen Liebe. Die putzigen Jagdhunde, denen man eine tiefe Beziehung zu ihrer Bezugsperson nachsagt, aber auch einen Hang zur Sturheit, züchtete die Queen bis 2009. Es war also an der Zeit, der vielleicht verlässlichsten Konstante der jüngeren britischen Historie ein Denkmal zu setzen.

Der belgische Animationsfilmer Ben Stassen verfolgt mit „Royal Corgi – Der Liebling der Queen“ indes einen eher kritischen Ansatz. Corgi Rex ist der absolute Liebling ihrer Majestät, der ein dekadentes Leben führt und seinen Butler ans Bein pinkelt. Ein Staatsbesuch aus den USA lässt sein Leben aus den Fugen geraten.

Großäugige Niedlichkeit

Rex soll mit einer affektierten Hundedame von Donald Trump liiert werden. Rex stellt auf stur und flieht aus dem Palast. Charlie, ein anderer Corgi am Hof, stößt ihn in die Themse, um selbst der neue Liebling zu werden. Rex aber will den Thron zurückerobern.

Ästhetisch orientiert sich Stassen an den minimalistischen Animationen, die Terry Gilliam einst für die Monty Phythons herstellte. Auch der anarchistische Humor der britischen Comedians scheint ihn inspiriert zu haben. Zwar wäre ein schärferer Blick auf Monarchie und Machtverhältnisse wünschenswert gewesen, statt das Nächstliegende, Trumps Blasiertheit und die Schrullen der Queen, durch den Kakao zu ziehen. Die großäugige Niedlichkeit der königlichen Köter dürfte trotzdem Hundeliebhaber aller Generationen verzücken.