Neu im Kino

Bremer Stadtmusikanten reloaded: „Die sagenhaften Vier“

Das klassische Märchen in einem Animationsfilm ganz auf der Höhe der Zeit. Das Pferd wurde dabei allerdings durch ein Zebra ersetzt.

Die sagenhaften Vier

Die sagenhaften Vier

Foto: Universum Film

Einst flohen die Bremer Stadtmusikanten vor ihrem prekären, würdelosen und lebensgefährlichen Dasein als Nutztiere gewissenloser menschlicher Eigentümer. Denn etwas besseres als den Tod, da waren sich Esel, Hund, Katze und Hahn sicher, würden sie überall finden.

In „Die sagenhaften Vier“ streben sie nun eher nach Selbstoptimierung und kämpfen vor allem mit ihrer jeweiligen Innenwelt. Hund Elvis gibt sich als raubeiniger Altrocker, der es nicht so mit Regeln hat und sein Aggressionspotenzial in den Dienst einer Security-Firma stellt. Aber eigentlich fürchtet er sich vor den Menschen.

Die wohlstandsverwahrloste Katzendame Marnie träumt davon, aus der virtuellen Realität ihres täglichen TV-Krimi-Konsums auszubrechen. Sein inneres Kind würde das rampensäuige Zebra Mambo Dibango am liebsten als Zirkusattraktion ausleben und Gockel Eggbert flieht vor dem Erwartungsdruck seines emanzipierten Hennen-Harems.

Diversität im Tierreich

Gemeinsam übersteht das ungleiche Quartett eine Reihe turbulenter Abenteuer und lernt Werte und Fähigkeiten wie Freundschaft und Teamfähigkeit zu schätzen. Die Diversität im Tierreich feiernd, mit spielerischer Lust an popkulturellen Bezügen bewegt sich diese Neuauflage des klassischen Märchens von den Bremer Stadtmusikanten ganz auf der Höhe der Zeit.

Dass die Animation dabei nicht ganz den Standard der großen Studios in den USA oder Japan erreicht, manch Gag und erzählerischer Hakenschlag recht einfältig geriet, dürfte das Vergnügen des anvisierten Kernpublikums allerdings kaum schmälern.