Film-Remake

Til Schweiger und Nick Nolte stellen Film in Berlin vor

Til Schweiger hat am Montag das internationale Film-Remake „Honig im Kopf“ vorgestellt - und ist mit seiner Filmcrew in richtiger WM-Stimmung.

Jacqueline Bisset, Emily Mortimer, Matt Dillon Nick Nolte und Til Schwieger stellen das Film-Remake in Berlin vor.

Jacqueline Bisset, Emily Mortimer, Matt Dillon Nick Nolte und Til Schwieger stellen das Film-Remake in Berlin vor.

Foto: Reto Klar

Berlin. Der Termin an sich war schon eine kleine Sensation. Normalerweise lässt sich Til Schweiger beim Filmemachen von der Presse nicht in die Karten schauen. Am Montagnachmittag nahm sich der 54-Jährige eine ganze Stunde Zeit, um in Berlin einen Einblick in die Dreharbeiten zu „Head full of Honey“ zu geben – entsprechend groß war der Andrang am Set im Restaurant „Grosz“ auf dem Kurfürstendamm.

Mitte Mai fiel in London die erste Klappe für das englischsprachige Remake von Schweigers Kinoerfolg „Honig im Kopf“. Mehr als sieben Millionen Zuschauer sahen 2014 den Film über eine Familie, die sich mit der Alzheimererkrankung ihres Großvaters konfrontiert sieht. In den Hauptrollen waren im Original Til Schweiger und seine Tochter Emma, Dieter Hallervorden, Jeanette Hain und Katharina Thalbach zu sehen. Für das Remake konnte Schweiger Matt Dillon, Nick Nolte und seine Tochter Sophia, Emily Mortimer und Jacqueline Bisset gewinnen. Bereits beim Schreiben des ersten Drehbuches habe er eine internationale Version mit Nolte im Kopf gehabt, sagte Schweiger am Montag.

"Noch nie einen Schauspieler getroffen, der besser vorbereitet ist"

Weil der 77-Jährige der Produktionsfirma Warner Brothers nicht mehr prominent genug erschien, habe er zunächst mit Michael Douglas verhandelt. Der habe die Hauptrolle jedoch abgelehnt, weil ihm das Drehbuch zu nah am Original gewesen sei. Zum Glück, wie Schweiger fand. „Danach habe ich gesagt, ich mache den Film entweder mit Nick Nolte oder gar nicht. Ich habe noch nie einen Schauspieler getroffen, der besser vorbereitet ist“, erzählte er bei der Pressekonferenz. „Til Schweiger ist unglaublich professionell. Wahrscheinlich der schnellste Regisseur der Welt“, lobte Nolte zurück.

Dieter Hallervorden hingegen hatte vor vier Jahren durchblicken lassen, die Zusammenarbeit mit Schweiger sei nicht immer ganz einfach gewesen. Am Set in Berlin herrschte dafür demonstrative Harmonie. Der deutsche Filmemacher sei „eine Schmusekatze“, fand Matt Dillon. Sie habe sich mit einem Regisseur noch nie so wohl gefühlt, sagte Emily Mortimer. Allein Jacqueline Bisset merkte an, Schweiger sei sehr streng und habe sie die ersten Tage komplett ignoriert. Ihre Rolle sei jedoch auch nur sehr klein.

Gedreht wird noch bis Ende Juli in Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Venedig und Südtirol. Das englischsprachige Drehbuch hat Til Schweiger gemeinsam mit der britischen Erfolgsautorin Jojo Moyes („Ein ganzes halbes Jahr“) verfasst. Er genieße besonders die Zeit in Berlin, so Matt Dillon. Die Stadt sei einer der ersten gewesen, die er als junger Schauspieler in Europa besucht habe. „Es ist unglaublich, wie viel sich hier verändert hat. Andere Ecken sind dafür genau so geblieben, wie ich sie in Erinnerung hatte.“ Das Schöne bei diesem Film sei, dass neben der Arbeit auch immer viel Zeit für gemeinsames Feiern sei. So werde am Mittwochnachmittag der Dreh unterbrochen, um das WM-Spiel Deutschland gegen Südkorea zu sehen. „Ich habe Trikots für die ganze Crew organisiert“, so Schweiger.

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