Kultur

Gemeinsam stark: Zwei Kunstmessen in Tempelhof

Die Art Berlin und die Positions ziehen in die Flughafen-Hangars

Gute Nachrichten für die Berliner Art Week im September: Zwei Kunstmessen werden erstmals gemeinsam im ehemaligen Flughafen Tempelhof ausstellen. Die Art Berlin wird die Hangars 5 und 6 bespielen, die Positions Hangar 4. Für die Kunstwoche bedeutet diese räumliche Zusammenlegung insgesamt eine Stärkung, und der Besucher spart sich lange Wege zwischen zwei Veranstaltungsorten. Allerdings liegen die Hangars nicht unmittelbar nebeneinander. Deshalb tüftelt man derzeit an einem Wegesystem für die Besucher.

Sonderpräsentationen müssen eingeschränkt werden

Grund für diese Aktion war die Verschiebung der Art Berlin. Die von der Köln Messe finanziell getragene Veranstaltung musste auf ihren ursprünglichen Termin Mitte September verzichten, weil die Station, die Location am Gleisdreieck, zu diesem Zeitpunkt ausgebucht war. Der neue Termin ist nun vom 27. bis 30. September. Und weil eine Berliner Kunstwoche ohne Messe gar nicht funktioniert, wurde die Art Week ebenfalls nach hinten verlegt. Allerdings stand nun die Positions alleine da, die ihren Termin in der Arena bereits für Mitte September gebucht hatte. Jetzt ist es so, dass die landeseigene Kulturprojekte GmbH die Stornierungsgebühr für die Hallen in Treptow übernimmt. Allerdings standen dort in der großzügigen Industriearchitektur 6500 Quadratmeter zur Verfügung, im Hangar 4 werden es 3500 Qua­dratmeter sein. Das heißt: weniger Galerien, weniger Kojenfläche, weniger Einnahmen. „Wir werden unser Rahmenprogramm und Sonderpräsentationen einschränken müssen“, so Heinrich Carstens, künstlerischer Leiter der Positions. Sorgen macht ihm auch, dass die Messe Vienna Contemporary ebenfalls am 27. September startet. Das könnte dazu führen, dass osteuropäische Galerien etwa aus Warschau oder Bukarest den Termin in Wien vorziehen.