Der Streit um das Theater o.N. in der Kollwitzstraße 53 in Prenzlauer Berg ist vorerst beigelegt, der Weiterbetrieb der Spielstätte gesichert - wenigstens vorerst. Wie die Leitung des kleinen Off-Theaters am Mittwoch mitteilte, sei der Mietvertrag um fünf Jahre verlängert worden. Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen zwischen der Eigentümergesellschaft in der Kollwitzstraße, der Senatsverwaltung für Kultur und dem Theater.
Die Verlängerung des Mietvertrags ist aber an Bedingungen geknüpft. So müssen bauliche Schallschutzmaßnahmen durchgeführt werden, um die gesetzlichen Mindeststandards zu erreichen. Die Kosten hierfür trägt nach Angaben der Theaterleitung die Senatsverwaltung. In der Vergangenheit hatten sich immer wieder Anwohner beschwert, weil bei offenem Fenster gespielt wurde, andere weil auch nach 22 Uhr manchmal keine Ruhe war.
Spätestens 2022 ist für das Theater o.N. in der Kollwitzstraße aber endgültig Schluss. Die Gewerberäume werden dann anders genutzt. Bereits jetzt suche das 15-köpfige Ensemble gemeinsam mit der Senatsverwaltung nach einem neuen und größeren Spielort für die Zeit danach.
Bis zum Abschluss der Bauarbeiten in der Kollwitzstraße - voraussichtlich im Frühjahr 2018 - gastiert das Theater o.N. weiter in anderen Spielstätten wie der Schaubude Berlin, der Brotfabrik und dem Zentrum danziger50 in Pankow, dem Fliegenden Theater und dem Theater Expedition Metropolis in Kreuzberg und im Theater Strahl in Schöneberg.
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