Dieter Hallervordens Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“ bekommt erstmals nach fast 40 Jahren wieder ein eigenes Ensemble. „Es war mein Herzenswunsch, noch einmal zu sagen: Komm lass uns an die Anfänge anknüpfen und diesem Theater wieder ein eigenes Ensemble geben“, sagte Hallervorden am Mittwoch. „Ich habe das Kabarett ‚Die Wühlmäuse‘ im Jahr 1960 zusammen mit Kollegen gegründet. Es hat nie öffentliche Förderung bekommen und auch nie danach verlangt“, so der 81-jährige Hallervorden. „Als satirisches Kabarett kann man ja nicht sagen, dass man von der Hand, auf die man ständig schlägt, auch noch Geld haben will.“
Da er dann so viel Fernsehen und Film gemacht habe, seien die „Wühlmäuse“ in den letzten Jahrzehnten ein reines Gastspieltheater gewesen. „Stars wie Bruno Jonas, Mathias Richling und Dieter Nuhr gaben sich dort die Klinke in die Hand. Aber ich habe mir gesagt: Eigentlich hast du die ‚Wühlmäuse‘ ja mal als Ensemble-Kabarett gegründet“, sagte Hallervorden.
Das neue, am Mittwoch vorgestellte Ensemble wählte Dieter Hallervorden gemeinsam mit dem Kabarettisten, Autor und Regisseur Frank Lüdecke aus. Zum Team gehören Birthe Wolter („Schillerstraße“), Mathias Harrebye-Brandt („Nicht tot zu kriegen“), Santina Maria Schrader („Soko Wismar“) sowie Robert Louis Griesbach („Götterspeisendämmerung“). Die neuen „Wühlmäuse“ geben am Freitag, den 1. September mit „Ver(f)logene Gesellschaft“ ihren Einstand. Das Stück über vier auf dem Flughafen gestrandete Passagiere sei „ein turbulenter Rundumschlag der Gesinnungen und Gegensätze, ein kabarettistischer Einblick in die deutschen Befindlichkeiten zwischen Integration und PKW-Maut“, kündigte das Theater an. Das im Dezember 1960 gegründete Theater befand sich erst in der ehemalige Schöneberger Scala. Seit dem Jahr 2000 ist es im ehemaligen britischen Naafi-Club am Charlottenburger Theodor-Heuss-Platz.
dpa

