Ob Schauspielerin und Comedian Anke Engelke jemals damit gerechnet hatte, dem erfolgreichsten englischsprachigen weiblichen Filmstar der Saison die deutsche Stimme zu leihen? Bei der Deutschlandpremiere von „Findet Dorie“ im Zoo Palast konnte sie es gar nicht glauben. In dem 3D-Computeranimationsfilms spricht sie wieder Dorie, die charmante, digital erzeugte Paletten-Doktorfischdame. Die begeisterte schon bei „Findet Nemo“ die deutschen Zuschauer.
Ganz in Unterwasserblau schimmerte am Donnerstagabend das Foyer des Zoo Palasts für die Premiere von „Findet Dorie“. Neben Anke Engelke warteten die Fans auf Schauspieler Christian Tramitz, der Nemo-Vater Marlin spricht. Auch er lieh der beliebten Figur schon im „Findet Nemo“-Film von 2003 seine Stimme. „Fische mag ich am liebsten auf dem Teller“, witzelte er nach einer Stunde Medienrummel sichtlich erschöpft.
13 Jahre nach „Findet Nemo“ macht sich in dem neuen Film die vergessliche Dorie mit dem kleinen Clownfisch Nemo und seinem Vater Marlin wieder auf die Suche, diesmal nach Dories Familie. Dabei erleben die drei natürlich eine Menge Abenteuer. Regie führte bei „Findet Dorie“ Andrew Stanton, der dafür schon bei „Findet Nemo“ verantwortlich zeichnete. Wie bereits im ersten Film setzen die Macher der Produktion von Disney und Pixar auf exzellente Computeranimation, bewegende Emotionen und wortakrobatisch-komische Dialoge.
Der Mitte Juni in Nordamerika gestartete 100-minütige Animationsstreifen ist dort derzeit der erfolgreichste Film des Jahres 2016. Er belegt laut Box Office mit rund einer halben Milliarde Dollar Kino-Einspielergebnis den Platz 35 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Dabei stehen noch wichtige Länderkinostarts erst noch aus. Am – passend zum Film – meerblauen Flanier-Teppich im Zoo Palast zeigten sich die Youtube-Stars Julian Hannes und Amir Jarahi von ihrem Spracheinsatz im Film ganz begeistert, „super interessant, auch wenn wir nur eine Seegurke und einen Seestern sprechen“.
Ebenfalls bei der Premiere dabei war Ex-Schwimmweltmeisterin Franziska van Almsick. Sie hat die deutsche Übersetzung einer Lautsprecherstimme im Meeresbiologischen Institut von Kalifornien übernommen und war angetan von ihrer „zweiten Sprechrolle beim Film“.
Zur Premiere im Zoo Palast erschienen auch der Comedian Oliver Kalkofe und das Model Franziska Knuppe, beide bekennende „große Fans“ des orange-weiß gestreiften Clownfischs und der blauen Dorie mit den gelben Flossen.
In den deutschen Kinos startet „Findet Dorie“ allerdings erst am 29. September.


