Mit Feuer, Explosionen und strahlenden Lichtern tritt G-Eazy auf der Alternative Stage beim Lollapalooza auf. Im Gegensatz dazu steht sein schlichtes Äußeres, komplett in schwarz gekleidet, mit einer - für die Hip-Hop-Szene - recht dezenten Goldkette. Während im Hintergrund Wörter, wie „Bitch“ und „Fuck up“ erscheinen, rappt der Amerikaner über Frauen, die ihn kaputt gemacht haben. Er fordert sein Publikum auf mitzumachen, mit den Händen im Takt zu wippen, „Make some noise“.
Doch die Frauen sind scheinbar nicht die einzigen, über die er sich ärgert. Mit „Fuck Donald Trump“ setzt er zum Schlag gegen den amerikanischen Kandidat für die Präsidentschaft. Er bezeichnet ihn gar als Terrorist. Die Lettern des Titels erscheinen auf der Leinwand hinter den Musikern.
G-Eazys Liveshows haben schon zu Anfangszeiten fasziniert. Behauptete er sich doch als Rapper in der lokalen Hip-Hop-Szene von New Orelans . Seinen Durchbruch hatte er, als sein Mixtape The Endless Summer innerhalb einer Woche 100.000 Klicks auf YouTube bekam. Seitdem hat er vier Alben aufgenommen, von denen die zwei letzten, These Things Happen und When It’s Dark Out, auf einem Major-Label releast wurden. Besondere Aufmerksamkeit erregte G-Eazy im Juli mit der Veröffentlichung der Single Make Me…, bei der er als Gastrapper mit Pop-Sängerin Britney Spears kooperierte. Der Song erreichte in 45 Ländern Platz 1 der iTunes-Pop-Charts.
„Berlin, ihr seid unglaublich. Wir sind seit zehn Monaten auf Tour, haben rund 60 Shows gespielt, aber hier ist die Stimmung unfassbar“, gesteht er und ersetzt prompt „California Girls“ durch „Berlin Girls“. Immer wieder beteuert er, dass er ehrlich sein möchte und deswegen müsse er gestehen wie großartig es in der Hauptstadt sei, wenn er sich nicht gerade genüsslich zu seinen markanten Beats wiegt. Das Publikum tut es ihm gleich.


