Ein einhellig bejubelte Premiere in der Deutschen Oper. Vor diesem „Liebestrank“ muss niemand Angst haben, auch wenn Regisseurin Irina Brook vorher behauptet hat, in dieser Donizetti-Komödie stecke ganz viel Ernsthaftigkeit. Nein, kunterbunt geht es zu auf der großen Bühne, wo die kleine Wanderbühne des Teatro Adina aufgebaut ist. Drumherum stehen die malerischen Wohnwagen. Wir sind im Italien der 50er-Jahre, wo die Theaterleute die merkwürdige Liebesgeschichte von Isopto und Tristano spielen. Es ist gleichsam witzig wie bieder.
Adina, von Heidi Stober mit kristallklarem Sopran vorgeführt, ist die Chefin des Ganzen. Strahletenor Dimitri Pittas mimt den unbeholfen liebenden Nemorino, der schließlich über sich hinauswächst. Nicola Alaimo ist ein rundum stattlicher Drahtzieher Dulcamara, der sich auch souverän gegen das Orchester der Deutschen Oper durchsetzt. Am Pult führt Roberto Rizzi Brignoli durch den Abend. Es ist ein kurzweiliger Abend.
vbl





