Der Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt hat mit der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern eine Grundsatzvereinbarung zur Zukunft seiner Bilder getroffen.
Als Gegenleistung für ein Ende der Beschlagnahmung seiner Bilder ermöglicht Gurlitt demnach eine Recherche zur Herkunft und zu den Besitzverhältnissen der bei ihm gefundenen Werke, teilten die drei beteiligten Seiten am Montag mit. Gurlitt biete Anspruchstellern zudem „faire und gerechte Lösungen“ an.
„Er verpflichtet sich zur freiwilligen Rückgabe der in Frage kommenden Raubkunstbilder“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters dem 3sat-Magazin „Kulturzeit“. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Herrn Gurlitt und seinen Anwälten einen Vertrag abschließen konnten, unabhängig vom laufenden Strafverfahren.“
In der Schwabinger Wohnung von Cornelius Gurlitt waren Anfang 2012 insgesamt 1280 zum Teil sehr wertvolle Kunstwerke gefunden worden, von denen rund 500 in Verdacht stehen, Nazi-Raubkunst zu sein. Vor kurzem wurde bekannt, dass der 81-Jährige auch in seinem Haus in Salzburg wertvolle Kunstwerke lagerte.
Nach aktuellem Stand wurden 458 Einzelwerke aus der Sammlung Gurlitt in die Plattform "Lost Art" eingestellt, weil sie unter Verdacht stehen, Nazi-Raubkunst zu sein. Inzwischen wurde Gurlitt nach einem Beschluss des Münchner Amtsgerichtes unter vorläufige Betreuung gestellt.
AFP/dpa/jkw



