Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an Alice Munro. Das teilte die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm mit. Die kanadische Autorin wurde vor allem mit Kurzgeschichtensammlungen wie „Tanz der seligen Geister“ berühmt. Zu den wichtigen Werken der 82-Jährigen zählen auch „Kleine Aussichten“ oder „Die Jupitermonde“.
Der Nobelpreis ist weltweit die wichtigste Auszeichnung für Literatur. Gestiftet wurde der Preis vom schwedischen Industriellen und Erfinder Alfred Nobel (1833-1896). Die Verleihung findet alljährlich am 10. Dezember statt, dem Todestag Nobels. Der Preis ist mit umgerechnet 920.000 Euro dotiert.
Im vergangenen Jahr erhielt der chinesische Autor Mo Yan die begehrte Ehrung. Deutschsprachige Preisträger waren zuletzt Herta Müller (2009), Elfriede Jelinek (2004) und Günter Grass (1999).
Hanser-Verleger Michael Krüger würdigte Alice Munro als „verdiente“ Literaturnobelpreisträgerin. „Alice Munro ist eine wunderbare Schriftstellerin“, sagte Krüger am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse. Beim Hanser Verlag hatte man auf den Preis für die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch gehofft, die kurz vor der Bekanntgabe als Favoritin gegolten hatte und deren Bücher auf Deutsch bei Hanser erscheinen. Er sei aber nicht enttäuscht, sagte Krüger. „Das kann keiner voraussagen.“
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