Der Schauspieler Dieter Pfaff ist tot. Er starb am Dienstag in seinem Haus in Hamburg im Kreis seiner Familie, bestätigte seine Agentin Sibylle Flöter am Mittwoch. Pfaff, der an Lungenkrebs erkrankt war, sei friedlich eingeschlafen.

Der gebürtige Dortmunder, der früher als starker Raucher galt, war im Herbst vergangenen Jahres mit seinem Lungenkrebsleiden an die Öffentlichkeit gegangen.

Erst Anfang Februar hatte Pfaff in der „Bild am Sonntag“ verkündet, den Krebs besiegt zu haben. „Der Krebs ist weg“ sagte er damals. Er plante eine Rückkehr vor die Kamera, wusste damals jedoch: „Man darf die Nachwirkungen der Chemotherapie und der Bestrahlungen nicht unterschätzen. Ich bin noch richtig schlapp.“ Pfaff plante, ab diesem Monat wieder für „Der Dicke“ zu drehen.

Der Schauspieler ist durch eine Reihe von Fernsehserien und Filmen bekannt. Unter anderem spielte er in den Serien „Bloch“, „Der Dicke“, „Kommissar Beck“ und „Sperling“. Pfaff erhielt im Laufe seiner Karriere eine Reihe von Preisen, darunter die „Goldene Kamera“, den Bayerischen Fernsehpreis und zwei Mal den Adolf-Grimme-Preis.

Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und NDR Intendant: „Wahrhaftig, beharrlich, einfühlsam und von einzigartiger Präsenz: So war Dieter Pfaff als Schauspieler. Diese Eigenschaften machten ihn unverwechselbar. Dieter Pfaff war der ARD und dem NDR eng verbunden. Mit seinem Tod verliert das deutsche Fernsehen eine wichtige Persönlichkeit. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Bevor Pfaff sich auf die Schauspielerei konzentrierte, führte er 1984 beim NDR mit dem TV-Film „Rita, Rita“ seine erste Fernsehregie.

AFP/alu