Es ist eine kleine Sensation, die der NDR verkündet hat: Wotan Wilke Möhring, bekannt aus „Lammbock“, „Männerherzen“ und „Soul Kitchen“, wird neuer Ermittler im „Tatort“. Das Pikante an dieser überraschenden Personalie: Der 45-Jährige wird als Kommissar Thorsten Falke in Hamburg ermitteln.
Dort ist eigentlich das designierte Revier von Til Schweiger, der nach dem Aus für Mehmet Kurtulus als Cenk Batu in diesem September erstmals als Hamburger „Tatort“-Ermittler an der Elbe vor der Kamera stehen soll. Schweigers Verpflichtung war geradezu ein spektakulärer Coup, auch wenn er sich mit der Idee, den „Tatort“-Vorspann abzuschaffen, schon vor Dienstantritt nicht besonders beliebt machte. Jetzt bekommt er hausinterne Konkurrenz.
„Norddeutscher Tatort“
Der neue Kommissar ist dabei sogar schneller: Möhring dreht bereits ab diesen Dienstag in der Hansestadt. Im Krimi „Feuer über Flottbek“ löst er seinen ersten Fall, der erst Ende 2013 im Fernsehen laufen soll. Möhring wird darin von Petra Schmidt-Schaller als Katharina Lorenz unterstützt. Die Dienststelle der beiden sei in Hamburg angesiedelt, hieß es.
Wie viele Folgen Möhring pro Jahr drehen werde, wurde zunächst nicht bekannt. Der NDR bemüht sich jedoch, den Eindruck eines Kommissar-Duells zwischen Schweiger und Möhring zu zerstreuen. Der nächste Film mit Möhring solle auf einer Nordseeinsel entstehen, hieß es. „Er wird kein zweiter Hamburg-,Tatort', sondern ein norddeutscher“, betonte ein Sprecher.
Konkurrenzkampf vorprogrammiert
Doch so richtig überzeugen kann diese Begründung nicht. Denn im Norden sind schon zwei Kommissare außerhalb Hamburgs unterwegs: Axel Milberg ermittelt als Klaus Borowski in der Stadt Kiel, und Maria Furtwängler geht als Charlotte Lindholm für das Landeskriminalamt Niedersachsen an wechselnden Orten auf Verbrecherjagd. Der Konkurrenzkampf der Kommissare scheint also programmiert, egal ob in Hamburg oder einfach nur im „weiten Norden“.
zel


