Gert Hof

Rammsteins Feuerwerker ist tot

Gert Hof hat den Roten Platz in Moskau beleuchtet, die Akropolis in Athen in Licht und Flammen getaucht – und mir einer Aktion in Berlin für Furore gesorgt. Auch Rammsteins berühmte Bühnenshows sind ohne Hof nicht denkbar. Nun ist er im Alter von 60 Jahren gestorben.

Foto: picture-alliance / Berliner_Zeit / picture-alliance / Berliner_Zeit/Berliner_Verlag

Der Lichtkünstler Gert Hof ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 60 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie, wie seine Sprecherin am Mittwoch in Berlin mitteilte. Hof führte im Theater und bei Opern Regie, choreografierte Modeschauen und entwarf Bühneninszenierungen für Bands wie Rammstein. Bilder seines Silvester-Feuerwerks am Brandenburger Tor gingen um die Welt. Die Liste seiner Arbeiten reichte vom Roten Platz in Moskau über die Akropolis in Griechenland bis zur Taufe des Kreuzfahrtschiffs Aida.

Der Theaterwissenschaftler wurde in Taucha (Sachsen) geboren und begann seine Karriere am Städtischen Theater in Leipzig. Seit den 70er Jahren lebte Hof in Berlin. Bei seinem letzten Event im Dezember im Emirat Katar setzte Hof das königliche Amphitheater von Doha zur Eröffnung in Szene, wie seine Sprecherin berichtete. Hof kreierte Gesamtkunstwerke aus Feuerwerk, Scheinwerfern, Laser und Musik. Herkömmliche Feuerwerke nannte er einmal "Fleurop für Arme".

Schlagzeilen gab es um Hofs Berliner Millenniums-Aktion 1999/2000. Damals musste seine Licht-Show wegen befürchteter Parallelen zu den propagandistischen Licht-Inszenierungen des Hitler-Architekten Albert Speer verändert werden. Hof fühlte sich missverstanden und wies einen Bezug zu Speers "Lichtdom" als unsinnig zurück.

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