Antisemitische Beleidigungen

Fritz-Moderator Ken Jebsen darf weiter moderieren

Fritz-Radiomoderator Ken Jebsen wird vorgeworfen, sich in einer Mail antisemitisch geäußert zu haben. Seine Sendung KenFM wurde daraufhin am Sonntag nicht ausgestrahlt. Diese Woche allerdings darf der umstrittene Moderator wieder ans Mikrofon – vorerst jedenfalls.

Foto: rbb/Gerd Gschwandtner / rbb/Gerd Gschwandtner/rbb Presse & Information

Der umstrittene Moderator der RBB-Jugendwelle „Fritz“, Ken Jebsen, dessen Sendung „KenFM“ die Programmverantwortlichen am vergangenen Sonntag ausgesetzt haben, dürfe zunächst am kommenden Sonntag wieder moderieren, sagte ein Pressesprecher auf von Morgenpost Online. Jebsen wird vorgeworfen, eine antisemitische Mail an einen seiner Hörer verschickt zu haben, die später vom Publizisten Henryk M. Broder auf dessen Website „Achse des Guten“ veröffentlicht worden war. Der Moderator Jebsen steht schon seit Längerem mit seiner Sendung und seinem Moderationsstil in der Kritik.

Dienstag trafen sich die RBB-Programmverantwortlichen für Hörfunk mit Ken Jebsen, um die Vorkommnisse der vergangenen Tage und Wochen zu diskutieren. Mittwoch soll bekanntgegeben werden, ob und in welcher Form es danach mit seiner Sendung „KenFM“ weitergeht.

Henryk M. Broder betont, dass der „Fritz“-Hörer und Adressat der genannten E-Mail vor deren Veröffentlichung mehrmals versucht habe, den RBB in der Causa Jebsen zur einer Stellungnahme zu bewegen – ohne Erfolg. Die Entscheidung von „Fritz“, nach Publikwerden der E-Mail die Sendung ohne Vorankündigung auszusetzen, sorgte wiederum für Kritik aus der Hörerschaft.