Neues aus Hollywood

Roland Emmerich tritt fantastische Reise an

Die Ankündigungen von heute weder die Filme von morgen. Der Science-fiction-Klassiker "Fantastic Voyage" wird neu verfilmt. Jennifer Anniston bekommt es mit Hunden zu tun. Und mit Hilfe von Penelope Cruz und etwas Musik wird aus Fellinis "8 1/2" bald das Musical "Neun".

Nachdem er zuvor mit Außerirdischen und demnächst mit Mammuts gerungen hat, kämpft der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich („Independence Day“, „The Day After Tomorrow“) jetzt gegen ein Blutgerinnsel. Emmerich wird den Sci-Fi-Klassiker „Die fantastische Reise“ von 1966 neu verfilmen, berichtet das Branchenblatt „Variety“. Die Story handelt von dem versuchten Attentat auf einen Diplomaten, der ein Blutgerinnsel im Gehirn hat und um sein Leben kämpft. Seine einzige Chance ist eine Operation: Also wird ein U-Boot voller Spezialisten auf Miniaturgröße zusammengeschrumpft und in seine Blutbahn gespritzt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Im Originalfilm, bei dem Richard Fleischer die Regie führte, hatten Raquel Welch und Donald Pleasence mitgespielt. 1987 hatte Dennis Quaid in "Innerspace" ("Die Reise ins Ich") die Rolle im U-Boot übernommen.

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Penelope Cruz ist die Geliebte des Regisseurs in „Nine“

Penelope Cruz („Volver“) muss sich in der Komödie „Nine“ als die Geliebte des Regisseurs Guido Contini neben vielen anderen Frauen behaupten. Der echte Film-Regisseur Rob Marshall („Die Geisha“) ist derzeit auf der Suche nach dem besten Ensemble für die Verfilmung des erfolgreichen Broadway-Musicals.

Auch Stars wie Catherine Zeta-Jones („Chicago“), Marion Cotillard („La Vie en Rose“) und Sophia Loren sind für weitere Rollen im Gespräch. Der Spanier Javier Bardem („The Sea Within“) übernimmt die Hauptrolle von Contini, der in einer Krise steckt. Er muss die Beziehung zu den Frauen in seinem Leben ordnen. Neben seiner Ehefrau und Geliebten gibt es da unter anderem seine Muse, seine Agentin und seine Mutter. Das Musical, in dem Antonio Banderas am New Yorker Broadway glänzte, basiert auf dem Fellini-Film „81/2“.

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Jennifer Aniston und Owen Wilson kommen auf den Hund

Jennifer Aniston („Trennung mit Hindernissen“) und Owen Wilson („Ich, Du und der Andere“) haben in der Komödie „Marley & Me“ mit einem hyperaktiven Labradorhund alle Hände voll zu tun. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Autor John Grogan, einem Kolumnisten der Lokalzeitung „Philadelphia Inquirer“. Zusammen mit seiner Frau adoptiert er den Labrador „Marley“.

Der neue Hausgenosse erweist sich als schwieriger Fall. Er richtet Verwüstungen an, wird sogar aus der Hunde-Benimmschule geworfen und als die Kinder kommen, rastet er vollkommen aus. Zum Schluss wird „Marley“ jedoch ein unentbehrlicher Teil der Familie. Die Dreharbeiten unter der Regie von David Frankel („Der Teufel trägt Prada“) sind für das kommende Jahr geplant, berichtet das Filmfachblatt „Variety“. Scott Frank arbeitet noch an der letzten Fassung des Drehbuchs.

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Jamie Foxx tritt solo mit Cello auf

Jamie Foxx („Ray“) übernimmt die Hauptrolle in dem Drama „The Soloist“ über einen Musikstudenten an der New Yorker Musikakademie Juilliard School. Das Drehbuch von Susannah Grant („Erin Brockovich“) basiert auf der wahren Geschichte von Nathaniel Ayers, der während seines Studiums Schizophrenie entwickelt und als Obdachloser auf den Straßen von Los Angeles landet. Dort spielt er Cello und Violine.

Die Dreharbeiten unter der Regie von Joe Wright („Stolz und Vorurteil“) beginnen im Januar in Los Angeles. Das Drama handelt von der Freundschaft von Nathaniel zu Steve Lopez, einem Reporter der „Los Angeles Times“. Dessen Kolumnen und ein Buch, das er im kommenden Frühjahr veröffentlicht, sind Grundlagen für den Film. Foxx, der einen Oscar für seine Rolle als blinder Musiker Ray Charles gewann, hat eine Ausbildung als klassischer Pianist. Zur Vorbereitung auf seine Rolle lernt er bei einem Cellisten der Los Angeles Philharmonic, Streichinstrumente zu spielen.