Kaum hat Lena Meyer-Landrut den Grand Prix gewonnen, plant Produzent Stefan Raab schon den nächsten Coup – den Bundesvision Songcontest. Beim „Grand Prix“ der Bundesländer treten am 1. Oktober in Berlin 16 Bands und Musiker in der Max-Schmeling-Halle an, wie der Sender ProSieben mitteilte.

Neben bekannten Künstlern wie Ich + Ich für Berlin, Silly für Sachsen-Anhalt und Selig für Hamburg sind auch mehrere unbekanntere Namen wie "Das gezeichnete Ich " . Der Sänger geht für Brandenburg ins Rennen und trat bereist als Vorband für Ich + Ich auf.

Adel Tawil, Sänger von Ich + Ich, holt sich für seinen Auftritt Unterstützung bei dem ägyptischen Musiker Mohamed Mounir. Keyboarderin, Sängerin und Komponistin Annette Humpe verzichtet wegen ihres Lampenfiebers wie erwartet auf die Teilnahme. Schon bei der "Gute Reise"-Tour, bei der Ich + Ich im April in der Berliner O2 World auftraten, fehlte Humpe.

Der Berliner Matthias Schrei alias Blockflöte des Todes tritt indessen für Sachsen an. Der Musiker wurde in dem Bundesland geboren und hat deshalb die „Lizenz“ für die „Konkurrenz“ aufzutreten.

Jeder Beitrag muss mindestens zu 50 Prozent auf Deutsch gesungen werden. Im vergangenen Jahr gewann Peter Fox mit seiner Hymne „Schwarz zu blau“ für Berlin den Wettbewerb, den er nach dem Sieg seiner Gruppe Seeed 2006 zum zweiten Mal in die Hauptstadt holte.

Nach dem 2008 die Brandenburger Band Subway To Sally gewonnen hatte, fand die letzte Bundesvision-Show in Potsdam statt - Der Contest wird immer im Siegerbundesland des Vorjahres ausgetragen. Damit war der Auftritt von Peter Fox also auch eine Art Heimspiel. Bei seinem Song „Schwarz zu Blau“ hatte das Publikum den Sieg für Berlin schon gefeiert, bevor das offizielle überhaupt feststand. 2006 hatte Fox zusammen mit der Band Seeed den Wettbewerb schon einmal für Berlin entschieden.

Dabei macht er in seinem Lied der Hauptstadt nicht gerade ein Kompliment. Er erzählt von einer Nacht, die langsam zum Tag wird: „Guten Morgen Berlin - Du kannst so hässlich sein“ heißt es im Refrain. Im Originalsong hatten die Violinklänge das Babelsberger Filmorchester eingespielt.

Mit seiner CD "Stadtaffe“ hielt sich Peter Fox wochenlang in den Charts. Für sein Debüt-Album als Solo-Künstler wurde er fünffach mit Platin ausgezeichnet und gewann vier Echos, zwei Cometen und zweimal die 1Live-Krone.

Der Sender ProSieben überträgt den Song Contest live ab 20.15 Uhr aus der Max-Schmeling-Halle.

mim