"The Ghost Writer"

Roman Polanski gewinnt Europäischen Filmpreis

"The Ghost Writer" war beim Europäischen Filmpreis der großer Gewinner. Regisseur Polanski bedankte sich per Videobotschaft.

Roman Polanskis Polit-Thriller "The Ghost Writer“ hat den Europäischen Filmpreis als bester Film gewonnen. Er wurde darüber hinaus in fünf weiteren Kategorien mit der Auszeichnung geehrt. Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz wurde von der European Film Academy für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

"Der Ghostwriter“ wurde auch für die beste Regie ausgezeichnet. Polanski dankte per Videobotschaft seinem Team. Der in Deutschland gedrehte Thriller nach dem Bestseller von Robert Harris gewann auch in den Sparten Filmmusik, Drehbuch und Szenenbild. Der Preis für die beste Kamera ging an Giora Bejach für "Lebanon“.

"Der Ghostwriter“ war in sieben Kategorien nominiert und galt als Favorit. Polanski ist zwar wieder auf freiem Fuß, ihm droht aber immer noch in den USA ein Prozess wegen eines alten Sexualdeliktes. Bereits bei der Berlinale im Februar hatte er einen Silbernen Bären für die beste Regie bekommen. Für die "Ghostwriter“-Ausstattung war der deutsche Szenenbildner Albrecht Konrad verantwortlich.

Zu Beginn der Verleihung gab Wim Wenders, Präsident der Europäischen Filmakademie, den Ort für die 25. Ausgabe des Preises bekannt: 2012 wird Valletta, Hauptstadt von Malta, Gastgeber sein. Die Auszeichnung wurde 1988 ins Leben gerufen. Sie wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Metropole ausgerichtet.

Deutschland war drei Mal unter den Nominierten vertreten: Ins Rennen ging zum einen Fatih Akins Komödie "Soul Kitchen“ als bester Film. Zudem wurde Sibel Kekilli für ihre Rolle in "Die Fremde“ als beste europäische Schauspielerin vorgeschlagen. Der deutsche Kandidat für eine Oscar-Nominierung kann darüber hinaus auf die Auszeichnung "Europäische Entdeckung“ hoffen.

Akin hatte bereits 2004 den Europäischen Filmpreis für sein Drama "Gegen die Wand“ erhalten.