Google Doodle

Basilius-Kathedrale feiert ihren 450. Jahrestag

Die Basilius-Kathedale auf dem Roten Platz in Moskau gilt als das Wahrzeichen der russischen Hauptstadt. Google feiert mit einem Doodle den 450. Geburtstag der kunterbunten Kirche mit den Zwiebel-Türmen.

Foto: hotels.com

Kein Moskau-Tourist kommt an dem imposanten Meisterwerk der russischen Baukunst aus dem 16. Jahrhundert vorbei. Die Basilius Kathedrale thront am südlichen Ende des Roten Platzes und ist das Wahrzeichen der russischen Hauptstadt.

1552 wurden an der Stelle, an der heute die Basilius-Kathedrale steht, sieben Holzkirchen auf dem Roten Platz in Moskau errichtet. Bereits 1555 ließ Zar Iwan IV., genannt Iwan der Schreckliche, die Holzkirchen wieder abreißen und befahl den Bau der Basilius-Kathedrale. Basilius der Selige ist ein in Russland verehrter Heiliger. Ihm wurden viele weitere Denkmäler gewidmet, aus der die Basilius-Kathedrale nicht zuletzt deshalb herausragt, weil sie auch das Grab des Seligen beherbergt.

Weltberühmt ist die Basilius-Kathedrale allerdings für ihre Architektur. Neun große Hauptkuppeln, die sich jeweils in Form und Farbe unterscheiden, zieren ihr Dach. Ihre Farbgebung steht im Kontrast zu den Mauern der Kathedrale, die aus schlichten Backsteinen bestehen.

Im Laufe von Restaurierungsarbeiten im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Kirche immer wieder neu gestaltet. Asymmetrische Nebengebäude erweiterten die Kathedrale und überdachte, reich verzierte Eingänge kamen hinzu.

Nach der russischen Revolution wurde die Basilius-Kathedrale 1929 geschlossen, die Glocken wurden abgenommen.

Die Kathedrale ist derzeit ein Museum, in der u.a. eine Ausstellung über Waffen aus der Zeit Iwan des Schrecklichen zu sehen sind. In den Jahren 1990-2006 wurde die Kathedrale außen vollständig restauriert.