Kurt Vile erklärt, er heiße so. Der Name sei in seinem Führerschein vermerkt, und schließlich warne sogar Wikipedia davor, ihn für Kurt Weill zu halten, den aus Dessau stammenden Komponisten. Vile wurde in Philadelphia geboren, 1980, offenbar als Kind humorvoller, musikhistorisch interessierter Eltern. Sein Debütalbum nannte der ehemalige Gabelstaplerfahrer „Constant Hitmaker“.
Es kam 2008 heraus, weitgehend unbemerkt bei einer winzigen Plattenfirma. Vile hatte soeben seine Band The War On Drugs verlassen. Hits blieben dem Songschreiber und Sänger zwar versagt auf seinen folgenden beiden Alben, aber die Konstanz war da.
Zwischen Folk und Lärm
Die Songs gefielen durchweg, wenn auch nur der überschaubaren Gemeinde echter Folkfreunde, die noch an der Musik Gefallen finden, ohne dass die Künstler wichtige Bärte um die Münder tragen und auf Spielzeug musizieren.
Vile erinnert an Gram Parsons mit den schulterlangen Haaren und dem kahlen Kinn. Seine Musik spielt in den kargen Weiten zwischen Folk und rocküblichem Lärm. Er singt vom Unterwegssein und von Geisterstädten. Seine Band nennt er The Violators, die Gesetzesbrecher. Weil Kurt Vile auf deutsch Kurt Widerwärtig heißen würde, und vielleicht ist alles nur ein Witz, bis auf die zehn seriösen und sehr schönen Songs.





