Anfang der 50er-Jahre fuhr Alberto Granado auf einem alten Motorrad durch Südamerika – als Begleiter des legendären kubanischen Guerillaführers Che Guevara. Nun ist der gebürtige Argentinier Granado im Alter von 88 Jahren in der kubanischen Hauptstadt Havanna gestorben.

Granado hatte seit 1961 auf Kuba gelebt. Das Staatsfernsehen gab seinen Tod bekannt. Granados Asche soll auf seinen Wunsch hin in Argentinien, Kuba und Venezuela verstreut werden.

Granado war Arzt und Guevara Medizinstudent, als sie im Dezember 1951 in Buenos Aires zu ihrer achtmonatigen Reise durch Südamerika aufbrachen. Dabei wurden sie Zeugen der Armut und der schlechten medizinischen Versorgung der Menschen. Granado war später eng mit dem ehemaligen kubanischen Regierungschef und Staatspräsident Fidel Castro befreundet.

Granado dokumentierte seinen Motorrad-Trip an der Seite Guevaras und veröffentlichte seine Aufzeichnungen schließlich als Buch "Mit Che durch Südamerika" (Con el Che por Sudamérica).

Das Buch sowie Guevaras Aufzeichnungen wurden 2004 unter dem Titel „Die Reise des jungen Che“ (Diarios de motocicleta) verfilmt.

Che Guevara beteiligte sich Ende der 50er-Jahre auf Kuba am Aufstand Fidel Castros gegen die Regierung des Diktators Fulgencio Batista. 1965 verließ er Kuba, um zunächst im Kongo und dann in Bolivien eine Guerilla-Organisation aufzubauen. 1967 wurde Guevara in Bolivien gefasst und hingerichtet.

dapd/jw