Der Regisseur nehme derzeit als Ersatz für eine zweite Chemotherapie Medikamente, die gut anschlügen, jedoch mit Nebenwirkungen verbunden seien. Dazu gehörten auch Fieberschübe. Ungeachtet dessen habe der Regisseur derzeit jedoch einen „optimistischen Blick auf die weitere Entwicklung“.
Schlingensief hatte bereits wenige Tage nach der Diagnose Lungenkrebs im Januar 2008 seine Eindrücke und Erfahrungen auf Tonband gesprochen. „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein„ ist die schriftliche Fassung dieser Aufnahmen. Stellvertretend für Schlingensief sagte Malchow am Dienstag, die Gedanken des Autors kreisten auch um die Frage nach “der Autonomie des Kranken„. Das Buch sei ein Aufruf an andere Kranke, ihre Freiheit und Selbstständigkeit nicht abzugeben. Zudem sei es ein “leidenschaftlicher Appell„ dafür, dass es auch in der Krankheit Normalität gebe.
Das Buch sei aber definitiv kein Krebsratgeber, betonte Malchow. Im Fall Schlingensief gebe es auch keinen Anlass “zu einem Pseudo-Happy End„. Das Buch hat nach Angaben des Verlegers vielmehr den Anspruch, Teil der künstlerischen Arbeit Schlingensiefs zu sein.
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