Vor 50.000 Fans präsentierte sie sich im Olympiastadion auf einem schwarzen Thron mit Herrschaftszeichen und Juwelen. In den trüben Abendhimmel wuchsen riesenhafte „Ms“. Dann gab Madonna „Candy Shop“ und „Beat Goes On“. Für „Human Nature“ griff Madonna sogar zur Gitarre. Ihre Stücke wucherten ineinander über. Ihr Publikum hielt sich zunächst zurück und staunte. Es ging um Geld und Macht. Entsprechend überwältigend wirkte alles. Schließlich handelte es sich um Madonna. Umringt wurde sie während ihrer Show auf der Bühne von 16 Tänzern und zwölf Musikern. 3500 Kleidungsstücke wurden von 36 Designern speziell für die Queen of Pop und ihre Tänzer entworfen.

Vier Tage lang hatten Techniker die Bühne im Olympiastadion und einen Laufsteg aufgebaut. Für das Konzert gab es laut Veranstalter an der Abendkasse noch Restkarten. Auch für ihre weiteren Deutschlandkonzerte am 4. September in Düsseldorf und am 9. September in Frankfurt am Main werden noch Tickets verkauft.


Madonnas Auftritt in Berlin ist ihr dritter im Rahmen ihrer Welttour „Sticky & Sweet“ („klebrig & süß“), die am Freitag in Cardiff begann. Dort sorgte bereits ein Video, das US-Präsidentschaftsbewerber in einer Reihe neben Adolf Hitler zitierte, für Aufregung in den USA. Zweite Station war am Dienstagabend in Nizza.

Begleitet wird die Musikerin auf ihrer Tour von einer rund 250 Mitarbeiter zählenden Entourage aus Musikern, Tänzern, Schneiderinnen, Köchen und Hilfskräften, die ihre rund 3500 Teile umfassende Garderobe, unzählige Puderquasten, Strumpfhosen, Gitarren und Trainingsgeräte während der bis Dezember geplanten Tour verwalten. Außerdem wird Madonna von einem persönlichen Trainer, eine Masseuse und einem Chiropraktiker begleitet.

Zuletzt war Madonna im Februar zur Berlinale in Berlin gewesen, wo sie unter großer internationaler Aufmerksamkeit ihr Regiedebüt „Filth and Wisdom“ vorgestellt hatte.