Kunst

Richter bleibt gefragtester Gegenwartskünstler

Nach dem vom Wirtschaftsmagazin „Capital“ ermittelten „Kunstkompass“ liegt der Kölner Künstler erneut auf dem ersten Platz der weltweiten Rangliste. Rang zwei nimmt der amerikanische Video- und Objektmacher Bruce Naumann ein. Dem schwer kranken Düsseldorfer Maler Jörg Immendorff gelang ein fabelhafter Aufstieg auf Platz 13.

Foto: dpa

Der Kölner Maler Gerhard Richter (74) bleibt weiterhin der bedeutendste Künstler der Gegenwart. Dies ermittelte der „Kunstkompass“ des Wirtschaftsmagazins „Capital“. Mit 16.650 Punkten Vorsprung sicherte sich der gebürtige Dresdner erneut den ersten Platz in der Rangliste der weltweit gefragtesten Künstler. Die Punkte vergibt der „Kunstkompass“ für Ausstellungen, Publikationen und Verkäufe.

Ein „eindrucksvoller Aufstieg“ sei dem Düsseldorfer Maler Jörg Immendorff gelungen. „Produktiv wie nie zuvor“ kletterte der schwer kranke Künstler laut „Kunstkompass“ von Platz 42 auf Rang 13 und sicherte sich darüber hinaus in einem Ranking der Aufsteiger den dritten Platz.

Rang Zwei der Top-Künstlerliste erklomm der amerikanische Video- und Objektmacher Bruce Nauman, der den Kölner Maler Sigmar Polke auf den dritten Platz verdrängte. Rang Vier behauptet wie im vergangenen Jahr die deutsche Konzeptkünstlerin Rosemarie Trockel (Köln), gefolgt von der in Paris lebenden hochbetagten Bildhauerin Louise Bourgeois auf Platz 5. Die „größte Überraschung“ lieferte nach Einschätzung der Kompass-Ermittler der 39-jährige dänische „Installationsvirtuose“ Olafur Eliasson, der sich von Platz 15 auf Position 9 katapultierte.

Beim Ranking der Top-100-Aufsteiger belegt die iranische Videokünstlerin Shirin Neshat Platz Eins. Der Theatermann Christoph Schlingensief habe sich hier mit einer Museumsinstallationen auf Position 92 platzieren können.

Der Sprung unter die „Top 100“ gelang in diesem Jahr laut Capital erstmals dem 1970 geborenen Deutschen Jonathan Meese (von Platz 139 auf 87), der Italienerin Monica Bonvicini (123 auf 70), den Briten Rachel Whiteread (104 auf 90), Liam Gillick (115 auf 92) und Tacita Dean (138 auf 98), der Amerikanerin Barbara Kruger (102 auf 97) und der Albanerin Anri Sala (131 auf 98).