Wandel beim Sender

ARD ersetzt Pilawa mit Beckmann, Plasberg & Co.

Nach dem Wechsel von Jörg Pilawa zum ZDF setzt die ARD in diesem Jahr bei ihren Unterhaltungsshows auf Moderatoren- Vielfalt. Neben Eckart von Hirschhausen und Reinhold Beckmann sollen auch Frank Plasberg, Ranga Yogeshwar und Sven Lorig Abendshows präsentieren.

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Dies teilte die ARD am Mittwoch in Saarbrücken mit, wo sich die Intendanten der neun Landesrundfunkanstalten trafen.

Die beiden Shows zum 60. ARD-Jubiläum am 15. und 17. April (jeweils 20.15 Uhr) werde Beckmann präsentieren. Plasberg moderiere im Herbst an drei Abenden „Das Quiz der Deutschen“ – jeweils donnerstags um 20.15 Uhr. Das Showformat hatte er im vergangenen Jahr bereits erfolgreich im Ersten Programm etabliert.

Der Wissenschaftsjournalist Yogeshwar werde zudem durch zwei Shows zum Thema „Populäre Irrtümer“ führen, von Hirschhausen moderiere die bisherige Pilawa-Samstagabendshow „Frag doch mal die Maus“ und „Das fantastische Quiz vom Körper und Menschen“. ARD-„Morgenmagazin“- Moderator Sven Lorig soll die „Große ARD-Weltreise“ präsentieren, die im Sommer an zwei Abenden donnerstags um 20.15 Uhr zu sehen sein wird.

Dies dürfte die Nachfolgeshow des bisherigen Formats „Pilawas große Weltreise“ sein. Wer allerdings das Vorabend-„Quiz“ (19.20 Uhr) sowie das mehrmals im Jahr ausgestrahlte „Starquiz“ (20.15 Uhr) von Pilawa übernimmt, ist weiter unbekannt.

Der Weggang von Jörg Pilawa habe in der ARD keineswegs zu einer „Schockstarre“ geführt, sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust (SWR). „Wir sind im Konsens darüber, dass man eine solche Zäsur nutzt, um auch das Spektrum der Präsentatoren zu erweitern“, erklärte Programmdirektor Volker Herres.

Die ARD verstehe dies auch als Chance, etwas Neues auszuprobieren und sich breiter aufzustellen. Bereits vor einigen Woche hatte die ARD erklärt, sie wolle Pilawa, der nach einer kreativen Sommerpause im Herbst beim ZDF anheuert, nicht durch einen einzelnen Nachfolger ersetzen, sondern auf mehrere Moderatoren setzen.

Die Intendanten hätten sich zudem darauf geeinigt, bei der Primetime-Unterhaltung ab 2011 einen Gemeinschaftsetat einzurichten, um flexibler auf Trends reagieren zu können. Damit werden die Aktivitäten der ARD bei der Unterhaltung gebündelt.