Die Stadt Berlin ist anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls mit dem angesehenen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Völkerverständigung ausgezeichnet worden. Dies teilte die Jury im nordspanischen Oviedo jetzt mit. Die deutsche Hauptstadt sei ein Symbol für Freiheit, der Fall der Mauer habe Millionen Menschen in aller Welt berührt, hieß es zur Begründung. Berlin setzte sich gegen 43 weitere Kandidaten aus 26 Ländern durch.

Der Prinz-von-Asturien-Preis gilt als angesehenste Auszeichnung in Spanien. Er ist nach dem Titel des spanischen Kronprinzen, Prinz von Asturien, benannt. Die Auszeichnungen werden im Oktober vom Prinzen von Asturien, dem spanischen Thronfolger Felipe, in Oviedo überreicht. Oviedo ist die Hauptstadt des Fürstentums Asturien.

Die „spanische Version des Nobelpreises“ wird in acht Sparten vergeben und ist mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Jurys einer eigens für den Preis gegründeten Stiftung ehren damit Persönlichkeiten, Gruppen oder Institutionen, die sich in Technik, Wissenschaft und Kultur sowie auf sozialem und humanitärem Gebiet besondere Verdienste erworben haben.

In der Sparte Völkerverständigung wird ausgezeichnet, wer in „herausragender Weise zum Verständnis und friedlichen Zusammenleben der Menschen, zum Kampf gegen Ungerechtigkeit, Armut, Krankheit, Unkenntnis oder zur Verteidigung der Freiheit“ beigetragen hat.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Auszeichnung als eine außerordentliche Ehre für die deutsche Hauptstadt bezeichnet. „Mit dem Preis findet einmal mehr die internationale Anerkennung für die friedliche Revolution von 1989 Ausdruck, mit der sich die Welt so positiv verändert hat“, teilte Wowereit mit. Es sei auch eine Anerkennung dafür, dass es in Berlin gelungen ist, die Teilung der Stadt und damit letztlich die Spaltung ganz Europas friedlich und ohne Blutvergießen zu überwinden. „Berlin ist heute eine Stadt des Wandels, eine offene und tolerante Metropole. Aber Weltoffenheit und Toleranz müssen immer wieder von neuem gestärkt und verteidigt werden.“

Berlin sei in eine Reihe gestellt mit Preisträgern wie Ingrid Betancourt, dem Museum zur Geschichte des Holocaust in Jerusalem und dem Kinderhilfswerk Unicef. Wowereit plant, zur Preisverleihung zu reisen.

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dpa/hed