Grimme-Preise

Herr Ulmen, Frau Berben und 17 Hippies

Zum 44. Mal sind die Grimme-Preise vergeben worden, und wieder einmal gehörten die Öffentlich-rechtlichen zu den großen Gewinnern. Unter den wenigen ausgezeichneten Produktionen von Privatsendern war „Dr. Psycho" mit Christian Ulmen. Und Iris Berben bekam einen ganz besonderen Preis.

Im Theater der Stadt Marl sind am Freitagabend die Adolf-Grimme-Preise überreicht worden. Preisträger bei der 44. Verleihung des renommierten Fernsehpreises waren unter anderem Anke Engelke und Bastian Pastewka als Hauptdarsteller der Sat.1-Parodie „Fröhliche Weihnachten“ sowie der Regisseur Dominik Graf für seinen Film „Eine Stadt wird erpresst“ (ZDF/Arte). Die Auszeichnung wurde an insgesamt zwölf Produktionen vergeben. Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes für Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens bekam die Schauspielerin Iris Berben.

Moderiert wurde die rund zweistündige Preisverleihung von Dieter Moor. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe 17 Hippies. Moor begrüßte die rund 800 Besucher zu Beginn „in der Hauptstadt des Qualitätsfernsehens, in Marl“. Anschließend sprach sich der Moderator mit Nachdruck dafür aus, den Einsatz für das Qualitätsfernsehen trotz der Diskussion um schlechte Quoten nicht aufzugeben.


Unter den Preisträgern dominierten die Produktionen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Zehn der zwölf Auszeichnungen gingen an Produktionen von ARD und ZDF. Gewürdigt wurde unter anderem im Bereich Information und Kultur die Dokumentation „Unser täglich Brot“ (ZDF/3sat/ORF), die die Mechanisierung der Nahrungsmittelproduktion in bedrückenden Bildern darstellt, und der Spielfilm „Eine andere Liga“ (ZDF/Arte), der die Geschichte einer krebskranken deutsch-türkischen Fußballerin erzählt.


In der Sparte Unterhaltung, in der zwei Preise vergeben wurden, waren die privaten Sender erfolgreich. Neben der Sat.1-Produktion „Fröhliche Weihnachten“ wurde die ProSieben-Serie „Dr. Psycho“ mit Christian Ulmen ausgezeichnet.

Der Grimme-Preis ist eine Auszeichnung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Seit 1964 wird er jährlich durch das Adolf-Grimme-Institut vergeben.