Die Show „Läuft ein Mann übers Wasser...“ („Loopt een man over het water...“) sei auf heftige Kritik in konservativen Kirchenkreisen gestoßen, hieß es in niederländischen Medienberichten.
Ein Sprecher der öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt Evangelische Omroep (EO), in deren Verantwortung die Sendung produziert wurde, erklärte, die Show mit mehreren Kabarettisten habe eigentlich die Beschäftigung mit Gott fördern sollen. „Sie hatte jedoch den unerwünschten Effekt, dass Menschen dachten, da werden einfach nur Witze über Gott gemacht.“
Hingegen sagte der populäre Moderator Arie Boomsma: „Dieses Format bot eine einzigartige Möglichkeit, Vorurteile abzubauen und ein offenes und ehrliches Gespräch über Jesus in Gang zu bringen. Dass wir diese Chance nun nicht bekommen, finde ich bedauerlich.“ Das Jesus-Kabarett sollte im öffentlich-rechtlichen Programm Nederland 3 im Rahmen der Sendung „TV Lab“ laufen, bei der neue Showformate ausprobiert werden.
Erst im April hatte eine Gerichtsshow im Programm Nederland 2 für Aufsehen gesorgt. Dabei war Papst Benedikt XVI. von einer „Bürger- Jury“ für den Tod von Millionen von Aids-Kranken verantwortlich gemacht worden, weil er die Benutzung von Kondomen kritisiert habe. Hingegen wurde der mutmaßliche Terroristenführer Osama bin Laden für unschuldig erklärt, da seine Beteiligung an den Anschlägen des 11. September 2001 in den USA nicht erwiesen sei.
dpa/wilt



