Die schottische Schauspielerin Tilda Swinton (48) wird Jurypräsidentin der Berlinale 2009. Swinton sei "eines der profiliertesten und vielseitigsten Schauspieltalente ihrer Generation", teilten die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin (5. bis 15. Februar) am Mittwoch mit.

Für ihre Arbeit wurde die Schauspielerin mit zahlreichen internationalen Filmpreisen geehrt, zuletzt erhielt sie 2008 den Oscar als beste Nebendarstellerin in "Michael Clayton".

"Mit ihrer beeindruckenden Leinwandpräsenz prägt sie das aktuelle innovative Kinoschaffen", schrieb Berlinale-Direktor Dieter Kosslick über die "wunderbare Tilda Swinton". Bei den Filmfestspielen war sie 2008 im Wettbewerb mit dem Drama "Julia" vertreten, in dem sie eine Alkoholikerin spielte.

Ihr Filmdebüt feierte Swinton 1986 in Derek Jarmans "Caravaggio", der im Wettbewerb mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Dem 1994 verstorbenen Jarman war sie eng verbunden. Der internationale Durchbruch gelang Swinton 1992 in "Orlando" nach dem Roman von Virginia Woolf. Bei der Berlinale war die Schauspielerin mit den markanten roten Haaren bereits in 15 Filmen zu sehen. Im Sommer rief sie in ihrer schottischen Heimat ein eigenes Filmfestival ins Leben.

BMO